IFOY Audit
Finalisten durchlaufen im Rahmen des IFOY Audit, das im Rahmen des TEST CAMP INTRALOGISTICS stattfindet, das dreistufige IFOY Audit. Dieses besteht aus dem wissenschaftlichem IFOY Innovation Check, dem IFOY Test und dem Jurytest.
Die Position von Gabelstaplern und anderen manuell gesteuerten Fahrzeuge in der Intralogistik ist normalerweise nicht bekannt. Das ändert sich ab sofort mit SYNAOS IMS – Vehicle Localization: Ein kamerabasiertes Sensorkit für die kosteneffiziente Lokalisierung von manuell gesteuerten Intralogistikfahrzeugen. SYNAOS nutzt modernste Computer-Vision-Technologie, um sein genaues und robustes Ortungssystem zu ermöglichen, das einfach installiert und skaliert werden kann.
Produktname und Firma
SYNAOS IMS – Vehicle Localization – SYNAOS
Kategorie
Special of the Year




Die lückenlose Lokalisierung von Transportfahrzeugen ist einer der wichtigsten Schritte hin zu einer vollständig digitalisierten, hoch effizienten Intralogistik. Sobald die Position auch von manuell gesteuerten Transporteinheiten jederzeit bekannt ist, ergeben sich zahlreiche neue Potentialfelder: Es lassen sich unter anderem wichtige Kennzahlen wie die Flottenauslastung erfassen, Heatmaps erstellen und Layouts optimieren. Zudem kann der Fahrer optimal durch Fabrikhallen und Logistikzentren navigiert werden, wobei Verspätungen frühzeitig erkannt werden. Darüber hinaus kann eine flexible, echtzeitnahe Transportauftragsplanung realisiert werden. Auch scanfreie Prozesse werden so ermöglicht, was die Arbeit weiter erleichtert.Bislang werden diese und andere Anwendungsfälle jedoch nicht oder nur sehr selten umgesetzt – bisherige Lokalisierungslösungen sind schlicht zu teuer und es lassen sich durch die Anwendungen keine Einsparungen erzielen. SYNAOS verfolgt daher einen modernen Ansatz: Intelligente Software verbunden mit kostengünstiger Hardware erlaubt eine präzise und robuste Fahrzeuglokalisierung. Dazu wird am Gabelstapler ein Sensorkit angebracht, das eine Stereokamera und einen leistungsfähigen Embedded-Computer beherbergt. Diese vergleichsweise günstige Kombination ermöglicht die Umsetzung von vielen Anwendungsfällen, die zuvor unrentabel waren.
Aktuelle Ansätze zur Lokalisierung von Fahrzeugen in der Intralogistik basieren auf UWB (ultra wide band) oder LIDAR (light detection and ranging). Beide Techniken sind jedoch mit hohen Kosten verbunden – sie erfordern hohe und langfristige Investitionen. UWB erfordert eine riesige Infrastruktur und ist sehr schwer änder- oder erweiterbar. Zudem ist die Genauigkeit der Lokalisierung abhängig von der Ausleuchtung vor Ort. LIDAR überzeugt zwar mit einer sehr hohen Genauigkeit. Doch die ist für 95 Prozent der Anwendungsfälle in der Intralogistik gar nicht nötig. Ein weiterer Nachteil ist der Inbetriebnahmeaufwand, weil zunächst eine Karte erstellt werden muss.
Bei SYNAOS IMS – Vehicle Localization hingegen werden Kameras und eine Technologie namens „Visual Odometry“ genutzt. Diese Technologie ist aus den Bereichen der Robotik und des autonomen Fahrens bekannt und wird SYNAOS zufolge zum ersten Mal in der Logistik eingesetzt. Zusätzlich verwendet SYNAOS einfache Marker an frequentierten Stellen in der Halle, damit das System von Zeit zu Zeit eine globale Referenz hat. Dadurch ist die Installation von SYNA.OS VIEW simpel und die Inbetriebnahme unkompliziert, da keine Karte erstellt werden muss, sondern lediglich einige Marker benötigt werden. Die Umgebung kann sich jederzeit beliebig verändern, ohne dass dies einen Einfluss auf die Lokalisierung hat.
Jedes Intralogistikfahrzeug, das über eine Stromversorgung und eine Möglichkeit zur Montage verfügt, lässt sich mit dem Sensorkit SYNAOS IMS – Vehicle Localization ausstatten, sodass eine präzise Lokalisierung in Echtzeit möglich wird. Auf diese Weise lassen sich komplette Flotten nachträglich digitalisieren. Das System erhöht die Effizienz von Flotten und spart Kosten. Der Markt für diese Lösung ist daher riesig: 2020 wurden etwa 1,5 Mio Gabelstapler produziert. Dazu kommt die entsprechend hohe Anzahl an Bestandsfahrzeugen. Doch von den wenigsten dieser Fahrzeuge wird die Position erfasst, noch sind sie digital abgebildet.
Die Aufrüstung manueller Transportsysteme mit der Lokalisierungslösung von SYNAOS ist auch für den Mischbetrieb von autonomen und manuellen Fahrzeugen hoch relevant. Die Gesamtheit der Transportaufträge für die Intralogistik lässt sich genauer und effizienter steuern. Zudem können durch lokalisierte manuelle Fahrzeuge die autonomen Fahrzeuge besser gesteuert werden. Sie können abgebremst werden, wenn ein Gabelstapler in die Nähe kommt, und so kann beispielsweise ein Nothalt an einer Kreuzung vermieden werden. Durch die Ermöglichung bzw. Verbesserung des Mischbetriebs von manuellen und autonomen Fahrzeugen wird außerdem eine schrittweie Automatisieurng der Prozesse in der Intralogisitk unterstützt.
Die Kunden profitieren von einer einfach einzusetzenden Echtzeitlokalisierung für beliebige Intralogistikfahrzeuge. Doch SYNAOS IMS – Vehicle Localization ist nicht nur schnell installiert, sondern schont dabei auch das Budget. Trotz eines vergleichsweise günstigen Preises erreicht die Lösung eine sehr hohe Genauigkeit. Die Position des Fahrzeugs wird durch starke Computer-Vision-Algorithmen aus den Bildern der Kamera berechnet. Außer einem Beschleunigungssensor werden keine weiteren Inputquellen benötigt. Auch die aufwendige Erstellung einer Karte entfällt, da sich SYNAOS IMS – Vehicle Localization zusätzlich an einfachen Markern orientiert, welche etwa alle 100 Meter in der Umgebung platziert sind. Die Lösung ist damit ungemein flexibel und kann in jeglichem Intralogistikszenario eingesetzt werden.
Die gesamte Bildverarbeitung geschieht lokal auf dem Embedded-Rechner – keine sensiblen Daten müssen in die Cloud übertragen werden. Die von der Kamera erfassten Bilddaten werden nach der Verarbeitung sofort wieder verworfen. Die Kommunikation ist stets transparent und durch die Kompatiblität zu einer standardisierten Industrieschnittstelle für die Zukunft gerüstet.
Was nützt alle Digitalisierung, wenn es im Unternehmen immer wieder „blinde Flecken“ gibt. Ein solcher blinder Fleck ist die Tatsache, dass die meisten Gabelstapler, die in Unternehmen umherfahren, noch händisch gesteuert und demzufolge nicht oder nur rudimentär digitalisiert sind. Beim System SYNAOS IMS – Vehicle Localization sorgt ein kamerabasiertes Sensor-Kit für deren kosteneffiziente Lokalisierung – per modernster Computer-Vision-Technologie.
SYNAOS ist eine Software-Company, hat sich aber entschieden, eine kleine Hardware zu bauen. Am Demo-Aufbau in Halle 3 der Messe Dortmund findet sich ein kleines schwarzes Kästchen (19 x 12 x 6 Zentimeter). Es ist auf einem Kinder-Stapler geschraubt und projiziert seine Bilder auf einen Bildschirm.
Der Hersteller hat sich der Aufgabe verschrieben, die Lücken bei der Lokalisierung von manuell gesteuerten Flurförderzeugen aller Art zu eliminieren: Es geht also um die Indoor-Lokalisierung von Flurförderzeugen. 95 Prozent der Betriebe haben Stapler im Einsatz, die sind aber selten in die Wertschöpfungskette gut eingebunden: Digital ist derzeit nur der Transportauftrag, die Stapler selbst sind nicht digitalisiert. Demzufolge fehlt das Wissen, wo sich ein Stapler befindet. Dabei gibt es Stapler-Lokalisierungstechniken, aber sie werden oft nicht genutzt. Das hat seinen Grund: Ultra-Wideband- oder Lidar-Technologie sind einfach zu teuer. Apropos Lidar: Das System ist schon zu genau, als würde man mit Kanonen auf Spatzen schießen.
Beim neuen, mit sogenannten „Markern“ arbeitenden System von SYNAOS, einem Localisation-as-a-Service-(LaaS-) Tool, ist das anders: Da ist alles schon im Preis dabei und die Detektion komme auf eine Genauigkeit von etwa 25 Zentimeter. Es geht also nicht nur um das „Kästchen“ am Test-Set. Für jährlich 1.980 Euro pro Stapler wären das relativ niedrige Kosten für zwar standardisierte Elektronikkomponenten, die man bei Elektronikmärkten leicht kaufen können: Die Intelligenz stecke aber in der Software – plug and play. Man kann mit der SYNAOS IMS – Vehicle Localization blitzschnell Transparenz schaffen: Wo im Warehouse ist viel los? Wie sind die Bremswege? Wo wird ohne Fahrauftrag umhergefahren? Auch der sich immer wieder verspätende Stapler kann jetzt endlich aufgezeigt werden. Kurzum: Man kann die Flottenauslastung genau beobachten. Und ein ganz großer USP gegenüber dem herkömmlichen Lagerverfahren sieht man darin, dass der Stapler nur noch die Position meldet, wo er eine Paletten hingefahren hat, das Scannen der Palette beziehungsweise der darauf befindlichen Produkte ist nicht mehr nötig.
Mit der CE-Zertifizierung rechnet man bei SYNAOS in wenigen Wochen. Die schon erwähnte Indoor-Genauigkeit von 25 Zentimetern erreicht man mit Markern alle 100 Meter. Das „schwarze Kästchen“ arbeitet mit einer Leistungsaufnahme von 7 Watt und gibt seine Kameradaten – 15 Bilder pro Sekunde – über WiFi zur Auswertung mittels Computer-Vision-Algorithmen weiter. Außer einem Beschleunigungssensor werden keine weiteren Inputquellen benötigt. In Zeiten von immer wichtiger werdender Cybersecurity vielleicht auch nicht ganz unwichtig: Die gesamte Bildverarbeitung des Systems geschieht lokal auf dem Embedded-Rechner, es müssen keine sensiblen Daten in eine Cloud übertragen werden. Nachdem die Bilddaten der Kamera verarbeitet sind, werden sie sofort wieder verworfen.
Die einfache Echtzeitlokalisierung von Flurförderzeugen aller Art mithilfe dieses sehr überzeugenden Lokalisierungssystems hilft den Kunden auf ihrem Weg zur vollständigen Digitalisierung der Intralogistik. Man kann damit sehr leicht die Flottenauslastung erfassen, aber auch Heatmaps für kritische Punkte im Lager erstellen oder Lagerlayouts optimieren. Grundtenor: günstige Hardware arbeitet mit intelligenter Software zusammen. Jedes Flurförderzeug mit einer Stromversorgung und einer Montagemöglichkeit lässt sich mit dem Sensor-Kit SYNAOS IMS – Vehicle Localization ausstatten – ein riesiger Markt.
Das Lokalisierungssystem wurde entwickelt, um Stapler nachträglich mit einer ausreichend genauen, kostengünstigen und skalierbaren Lösung für das Positionstracking auszurüsten und in digitale Leitprozesse einzubinden. Bei einer Jahresproduktion von circa 1,5 Millionen Gabelstaplern und einer Mindestnutzungsdauer von 10 Jahren ergibt sich, auch forciert durch den Trend zum Mischbetrieb mit AGVs, ein sehr großer Markt mit hohem Bedarf an Digitalisierung aller Akteure im Warenlager.
Anwender profitieren von der schnellen Einrichtung, nahezu ohne Anpassung der Infrastruktur, sowie der einfachen Nutzbarkeit des Systems. Dadurch skaliert die Lösung ab Stückzahl 1 ohne nennenswerte Investitionskosten, da es als Localization-as-a-Service kostengünstig angeboten wird. Im Einsatz ermöglicht SYNAOS dem Nutzer statistische Analysen zur Flottenauslastung und Prozessoptimierung, die digitale Auftragssteuerung und das Monitoring, ein optimiertes Fahrverhalten von AGVs im Mischbetrieb, die Navigation der Stapler im Lager sowie automatische Scanprozesse zur Warenbuchung. Im Gegensatz zu kompakten UWB-Systemen (Ultra-Wideband) können mit SYNAOS jedoch nur Fahrzeuge, nicht aber Personen lokalisiert werden.
Die Lokalisierung intralogistischer Fahrzeuge auf Basis visueller Odometrie, also der Relativlokalisierung per Stereosehen mit gelegentlicher Absolutreferenzierung über Marker, ist in der Branche ein Novum. Die Technik selbst ist allerdings nicht vollständig neu und hat sich bereits beim autonomen Fahren bewährt. Vorteile gegenüber den üblichen laserscannerbasierten Verfahren mit Karte liegen in den geringeren Kosten sowie der Einfachheit und Robustheit des Ansatzes auch bei hoher Dynamik der Umgebung. Gegenüber UWB-basierten Lösungen besteht der Vorteil im geringen Anpassungsbedarf der Infrastruktur sowie den niedrigen Investitionskosten. Der Innovationswert besteht in einer zweckmäßig zwischen Lokalisierungsgenauigkeit (circa 25 cm) und Kosten austarierten Lösung.
Der solide Testaufbau des Sensorkits mit integrierter Recheneinheit stellte die Funktionalität des Systems überzeugend dar. Das energieeffiziente Nachrüstset benötigt nur eine Stromversorgung und kann über die WiFi-Infrastruktur eingebunden werden. SYNAOS bietet ein eigenes Auftrags- und Flottenmanagement an, kann sich aber auch per VDA 5050 mit anderen Systemen verbinden. Die Bedienschnittstellen sind nutzerzentriert und das geschlossene Sensorsystem gibt aus Datenschutzgründen keine Bilder nach außen, ermöglicht in Zukunft aber neue Zusatzfunktionen. Unklar ist noch der Wartungsaufwand bezüglich Verschmutzungen der Kamerasensorik.
Der Staplermarkt ist langfristig ein lukrativer Markt für SYNAOS. Der Kundennutzen ist aufgrund verbesserter Auftragsstatusinformationen, Statistiken und optimierter Verkehrsflussführung hoch. Der Neuheitsgrad des zuverlässig und robust implementierten Plug&Play-Systems ist in der Logistik gegeben.
| Funktionalität / Art der Umsetzung | ++ |
| Neuheit / Innovation | + |
| Kundennutzen | + |
| Marktrelevanz | ++ |
| ++ sehr gut / + gut / Ø ausgeglichen / − weniger / −− nicht vorhanden | |
Quellennachweis für Bilder/Videos: SYNAOS
Finalisten durchlaufen im Rahmen des IFOY Audit, das im Rahmen des TEST CAMP INTRALOGISTICS stattfindet, das dreistufige IFOY Audit. Dieses besteht aus dem wissenschaftlichem IFOY Innovation Check, dem IFOY Test und dem Jurytest.
In den Statuten sind die Grundwerte und die Standards des IFOY AWARD festgelegt, nach denen die Organisation handelt. Dazu gehören unter anderem Gremien, Wahlomodus, Bewertungskriterien sowie der Code of Conduct.
Der International Intralogistics and Forklift Truck of the Year verfügt über drei Gremien: Jury, Träger und Fachbeirat.