IFOY Audit
Finalisten durchlaufen im Rahmen des IFOY Audit, das im Rahmen des TEST CAMP INTRALOGISTICS stattfindet, das dreistufige IFOY Audit. Dieses besteht aus dem wissenschaftlichem IFOY Innovation Check, dem IFOY Test und dem Jurytest.
Förderanlagen einfacher konfigurieren, installieren und effizienter betreiben: Interroll hat mit MCP PLAY eine autonome Steuerungslösung für ihre modulare Behälter- und Kartonfördertechnik-Plattform (MCP) entwickelt, die bis zu 40 % höhere Durchsätze ermöglicht und dabei gleichzeitig die Energieeffizienz verbessert. Durch ein dezentrales Steuerungskonzept, das durchgehend mithilfe der Interroll MultiControl realisiert werden kann, kann auf den Einsatz speicherprogrammierbarer Steuerungen (SPS) größtenteils verzichtet werden, wodurch sich Förderanlagen einfacher planen, installieren und konfigurieren lassen und somit deutlich schneller in Betrieb zu nehmen sind.
Produktname und Firma
MCP PLAY – Interroll
Kategorie
Special of the Year






Mithilfe der Modular Conveyor Platform (MCP), bestehend aus Rollenbahnen und Gurtförderern in verschiedenen Ausführungen, Liftern, Weichen, Spiralförderern u.a. lässt sich nahezu jede Förderaufgabe für Objekte bis 50 kg flexibel realisieren. Mit der MCP PLAY Option können Förderanlagen einfacher konfiguriert und dezentralisiert gesteuert werden. Mit MCP PLAY wird die Arbeit von der Planung bis zur Inbetriebnahme effizienter. Layout und die Konfiguration des Materialflusses ersetzen die SPS-Programmierung. Das Ergebnis kann mittels Simulation überprüft werden. Herzstück der Inbetriebnahme ist eine Software, die mit den installierten MultiControl Steuerungen kommuniziert. Dazu verfügt jede MultiControl über einen integrierten Webserver und BUS-Schnittstellen. Die visualisierte Benutzeroberfläche macht es Integratoren und Betreibern leicht, den Systemstatus zu überprüfen und Konfigurationen zu ändern.
Eine weitere MCP PLAY Innovation ist die Flowing Merge Funktion. Dabei wird das Fördergut im Fluss gehalten, indem die Geschwindigkeit auf dem Abschnitt vor Zusammenführungen von zwei Förderlinien reduziert und nicht wie bisher gestoppt wird. Das reduziert den Energiebedarf sowie die benötigte Anschlussleistung, da Anlaufströme und Spitzenlasten vermieden werden. Darüber hinaus sinken die Geräuschemissionen.
Einen deutlichen Effizienzgewinn bringt MCP PLAY für den Durchsatz, da Behälter und Kartons mit kürzerem Abstand hintereinander auf der Förderstrecke transportiert werden können. Durch den kontinuierlichen Fluss und die gesteigerte Förderleistung kann der Durchsatz der Anlage signifikant erhöht werden.
Durch den Einsatz von MCP PLAY und den Verzicht oder die vereinfachte Anbindung von SPS verringert sich die Komplexität und der Programmieraufwand bei der Planung, Installation, Konfiguration sowie Fehleranalyse und -behebung von Förderanlagen signifikant. Das reduziert die Kosten und die Abhängigkeit von Spezialisten für die SPS-Programmierung.
Mit dem für die Planung einer Förderanlage zur Verfügung stehenden Interroll Layouter lässt sich im Vorfeld ein digitales Abbild der Anlage erstellen,. So sind sämtliche Funktionen und Workflows für jede einzelne MultiControl vorprogrammiert und können bei der Inbetriebnahme schnell zugeordnet und installiert werden. Das reduziert die Inbetriebnahmezeit enorm.
Der durch die dezentrale Steuerung reduzierte Datenaustausch innerhalb der Systemumgebung führt zu geringeren Latenzen und reduziert die Gesamtkomplexität der IT-Umgebung. Deutlich vereinfacht wird auch die Anbindung an übergeordnete IT-Systeme wie das WMS.
MCP PLAY löst die bisherige Zonenförderung und damit einhergehende Start-/Stopp-Operationen ab. Die intelligente Steuerung optimiert sämtliche Abläufe in den Förderzonen ganzheitlich und erreicht so einen kontinuierlichen Materialfluss. Die neue Logik ermöglicht fließende Zusammenführungen im Reißverschluss-Prinzip und kürzere Abstände zwischen den einzelnen Förderobjekten. Dadurch werden die Förderleistung und der Durchsatz erhöht sowie gleichzeitig der Energieverbrauch gesenkt und die Lebensdauer der Antriebe verbessert.
Mit MCP PLAY wird der Einsatz von Förderanlagen von kleineren Anwendungen bis hin zu Hochleistungsanlagen effizienter. Anspruchsvolle Projekte und komplexe Anlagen mit sehr hohen Durchsätzen und Szenarien, die Routing und Tracking-Funktionen erfordern, können viel schneller realisiert werden. Durch die verschiedenen Kosten- und Effizienzvorteile wird der Return of Investment (ROI) optimiert und die Amortisationsdauer verkürzt. Das erschließt neue Anwendungsfelder für den Einsatz von Fördertechnikanlagen.
Der modulare Plug&Play-Ansatz von MCP PLAY ermöglicht es, das Layout und die Systemeinstellungen einfach an neue Anforderungen anzupassen und die einzelnen Module wiederzuverwenden. Dies ist ein interessantes Feature, vor allem für E-Commerce-Händler mit volatilen saisonalen Bestellstrukturen oder 3PL-Dienstleister, die regelmäßig mit Veränderungen in ihrem Kundenstamm konfrontiert sind.
Mit MCP PLAY können kürzere Projektdurchlaufzeiten realisiert werden, da der gesamte Prozess von der Planung und Bestellung bis hin zur Installation und Inbetriebnahme digitalisiert ist. So können Systemintegratoren die Anforderungen ihrer Kunden viel schneller erfüllen.
MCP PLAY als modulare Ergänzung der MCP-Hardware: Die neue Lösung basiert auf der bewährten energieeffizienten MCP-Hardware und kann auf alle bestehenden und neuen MCP-Installationen angewendet werden, welche die 24V/48V RollerDrive in Verbindung mit der MultiControl mit BUS-Schnittstelle verwenden.
Dezentrale Automatisierung und geringere Gesamtkomplexität der IT-Umgebung: MCP PLAY bietet neue intelligente Prinzipien und eine Dezentralisierung in der Materialflusssteuerung. Dabei werden offene Standards und eine intuitiv bedienbare Benutzeroberfläche verwendet. Die Lösung unterstützt alle wichtigen WMS und IOT-Shopfloor-Systeme sowie höchste Schutzmechanismen für Cybersicherheit und regulatorische Anforderungen. Der durch die dezentrale Steuerung reduzierte Datenaustausch innerhalb der Systemumgebung führt zu geringeren Latenzen und reduziert die Gesamtkomplexität der IT-Umgebung.
Kürzere Projektzeiten und schnellere Inbetriebnahme: Sämtliche Funktionen und Workflows sind bereits im Vorfeld im digitalen Abbild der Anlage für jede MultiControl vorprogrammiert und können bei der Inbetriebnahme schnell zugeordnet und installiert werden. Durch den Verzicht auf den Einsatz einer SPS verringert sich der Programmieraufwand, andere Prozesse und Geräte mit und ohne SPS können schneller angebunden werden.
Höherer Durchsatz und Kapazität: Mit den neuen Funktionen „Flowing Merge“ und „Adjust-to-Gap“ werden auch bei Zusammenführungen und Einschleusungen ein kontinuierlicher Materialfluss realisiert und die Abstände zwischen den Kartons und Behältern reduziert. Auf diese Weise können mehr Objekte auf der gleichen Anlage transportiert werden.
Schneller Return of Investment (ROI) und kurze Amortisationsdauer.
Verbesserte Nachhaltigkeit und Ergonomie: Durch den kontinuierlichen, energieeffizienten Anlagenbetrieb ohne Start-/Stopp-Operationen reduziert sich der Energiebedarf und die Geräuschemissionen während die Lebensdauer der Antriebe steigt.
Das flexible Fördersystem MCP PLAY von Interroll gewährleistet die präzise Lokalisierung aller Packstücke auf der Förderstrecke und ermöglicht dadurch flexible Zonengrößen mit konstantem Abstand zwischen den Packstücken sowie die unterbrechungsfreie Zusammenführung mehrerer Förderlinien. Beide Funktionalitäten konnten im Test erfolgreich validiert werden; die Umsetzung erscheint robust, zuverlässig und performant.
Neue Packstücke können flexibel in die Förderstrecke eingeschleust und getrackt werden. Das System erlaubt eine nahtlose Auswahl flexibler Betriebsmodi bezüglich maximaler Energieeffizienz bzw. maximalem Durchsatz. Verschiedene Softwarewerkzeuge zur einfachen, digitalen Layoutgestaltung, Inbetriebnahme und Betriebsüberwachung runden das durchdachte Bild der neuen Fördertechniklösung positiv ab.
Im Vergleich zu anderen staudrucklosen Fördertechniklösungen (ZPA) sind die Funktionen Adjust to Gap und Flowing Merge echte Marktinnovationen. Die flexible Zonengröße (Adjust to Gap) ermöglicht eine deutlich bessere Platzausnutzung auf der Förderstrecke durch engeres Fahren der Packstücke, während Flowing Merge die flüssige Zusammenführung von Packstücken ohne Stopps sicherstellt. Eine weitere Innovation ist der Wegfall der SPS zur Steuerung des Gesamtsystems, sofern nur MCP PLAY-Komponenten zum Einsatz kommen. Stattdessen steht mit einer MQTT-Schnittstelle und der WMS-Anbindung ein offenes System zur Verfügung, welches über eine neuartige Integrationsschicht nun auch zentral und direkt für alle Controller (vor-)konfiguriert werden kann. Gleichzeitig reduziert die dezentrale Materialflusssteuerung durch direkte Kommunikation zwischen den Controllern die Komplexität der IT-Strukturen.
Mit MCP PLAY kann insbesondere beim Fördern variabel großer Packstücke über 100 Prozent mehr Durchsatz auf der gleichen Förderstrecke gegenüber herkömmlichen staudrucklosen Fördersystemen (ZPA) mit fester Zonengröße bewältigt werden. Dabei sind bis zu 30 Prozent Energieeinsparung erreichbar, vor allem bei höherem Auslastungsgrad, vielen Weichen und Zusammenführungen in der Förderstrecke und bei höheren Packstückgewichten. Insgesamt ermöglicht MCP PLAY einen deutlich ruhigeren und materialschonenderen Gesamtbetrieb des Fördersystems. Die digital miteinander verknüpften Planungs-, Inbetriebnahme- und Betriebs-Softwarewerkzeuge zeichnen sich durch eine hohe Nutzerfreundlichkeit aus und gestatten eine deutlich schnellere und kosteneffizientere Inbetriebnahme neuer Förderstrecken sowie das zügige Auffinden fehlerhafter Module im Betrieb.
Die Marktrelevanz ist hoch, da mit gleicher Hardware und vergleichbaren Kosten große Vorteile bezüglich Durchsatz und Energieverbrauch in durchsatzstarken und variablen Förderprozessen gehoben werden können. Gleichzeitig erlauben die Planungs-, Inbetriebnahme- und Betriebs-Softwarewerkzeuge frühzeitig eine ganzheitliche Sicht auf das Gesamtsystem und gestatten so beispielsweise eine PC-gestützte Vorinbetriebnahme und Vorkonfiguration der Anlage auf Basis der Planung im Layout-Werkzeug oder ein schnelles Auffinden fehlerhafter Module mit dem Betriebswerkzeug. Beides optimiert Kosten und Arbeitszeiten für Spezialisten in Zeiten des Fachkräftemangels. Die Systemlösung ist bereits bei über zehn Beta-Testern erfolgreich im Einsatz.
IFOY Fazit
Die flexible Zonierung und das kontinuierliche Zusammenführen von Packstücken mehrerer Förderlinien stellen eine einzigartige Marktinnovation dar, welche dem Nutzer bei gleichen Systemkosten deutlich höhere Durchsatzraten und Pufferkapazitäten ermöglichen und Potenziale zur Energieeinsparung bieten. Das begleitende Softwarepaket zur einfachen Planung und Inbetriebnahme steigert die Inbetriebnahmeeffizienz signifikant und senkt die Inbetriebnahmekosten, während die Betriebsüberwachungsfunktionen einen reibungslosen Betrieb sicherstellen.
MCP PLAY ist in jeder Hinsicht ein überzeugendes Produkt und ein verdienter Finalist für den IFOY AWARD.
| Funktionalität / Art der Umsetzung | ++ |
| Neuheit / Innovation | ++ |
| Kundennutzen | + |
| Marktrelevanz | ++ |
| ++ sehr gut / + gut / Ø ausgeglichen / − weniger / −− nicht vorhanden | |
Quellennachweis für Bilder/Videos: Interroll
Finalisten durchlaufen im Rahmen des IFOY Audit, das im Rahmen des TEST CAMP INTRALOGISTICS stattfindet, das dreistufige IFOY Audit. Dieses besteht aus dem wissenschaftlichem IFOY Innovation Check, dem IFOY Test und dem Jurytest.
In den Statuten sind die Grundwerte und die Standards des IFOY AWARD festgelegt, nach denen die Organisation handelt. Dazu gehören unter anderem Gremien, Wahlomodus, Bewertungskriterien sowie der Code of Conduct.
Der International Intralogistics and Forklift Truck of the Year verfügt über drei Gremien: Jury, Träger und Fachbeirat.