IFOY Audit
Finalisten durchlaufen im Rahmen des IFOY Audit, das im Rahmen des TEST CAMP INTRALOGISTICS stattfindet, das dreistufige IFOY Audit. Dieses besteht aus dem wissenschaftlichem IFOY Innovation Check, dem IFOY Test und dem Jurytest.
STILL Descent Speed Regulation (DSR) ist ein dreistufiges Assistenzsystem für Wagen und Schlepper, welches dem Fahrer das sichere Abwärtsfahren, gerade mit schweren Anhängelasten, erleichtert. Es reguliert – je nach Ausbaustufe manuell oder automatisch – die Geschwindigkeit des Fahrzeugs auf einen Wert, der vor gefährlichen Situationen schützen kann.
Produktname und Firma
DSR (Descent Speed Regulation) – STILL
Kategorie
Special of the Year



DSR ist eine Assistenzfunktion, die Bediener von Schlepp- und Transportfahrzeugen in ihrer täglichen Arbeit unterstützt. Besonders bei Abwärtsfahrten können gefährliche Situationen entstehen. DSR kann vor diesen schützen.
Die erste Ausbaustufe ist DSR Basic. Hierbei aktiviert der Fahrer das System manuell über die STILL Easy Control Bedieneinheit. Durch die Aktivierung wird eine im Vorfeld eingestellte maximale Geschwindigkeit gehalten, auch bei Abwärtsfahrt. Hierbei wird aktiv die hydraulische Betriebsbremse zugeschaltet, wenn das Fahrzeug bei Abwärtsfahrt zu schnell zu werden droht. Auch wenn der Fahrer das Bremspedal nicht tritt, wird das Fahrzeug also abgebremst.
Die zweite Ausbaustufe ist DSR Eco . In dieser Ausbaustufe muss das System nicht manuell aktiviert werden, sondern ist im Hintergrund immer auf Stand-by. Das System aktiviert sich automatisch, wenn ein Gefälle erkannt wird. Bei DSR Eco wird kontinuierlich eine Gefälleanzeige im Display dargestellt. Bei Erkennen eines Gefälles wird die Geschwindigkeit automatisch auf einen vordefinierten Wert begrenzt.
Die dritte Ausbaustufe ist DSR Premium. Hierbei wird zusätzlich zu DSR Eco eine Lasteinschätzung vorgenommen und im Display angezeigt. Bei DSR Premium reguliert das Fahrzeug die Geschwindigkeit beim Abwärtsfahren abhängig von der Neigung und der gezogenen Last. Die Geschwindigkeit wird also nicht auf einen vorher festgelegten Wert reduziert, sondern optimal an die jeweilige Situation angepasst. Somit erreicht das Fahrzeug immer die bestmögliche Performance bei maximaler Sicherheit.
Die neuen Schleppfahrzeuge und Transportwagen der Firma STILL sind mit wartungsfreien, hydraulischen Ölbadlammellenbremsen an der Vorder- und Hinterachse ausgestattet. Das intelligente Zweikreis-Bremssystem wird elektro-hydraulisch angesteuert. Die Bremse der Vorderachse ist als sogenanntes Brake-by-Wire-System aufgebaut. Über ein Potentiometer wird der Bremswunsch am Bremspedal aufgenommen und durch die Ansteuerung eines elektrischen Druckminderventils die Bremsung hydraulisch eingeleitet. Die elektrische Ansteuerung des Druckventils ermöglicht neben sehr präzisem Bremsen auch das aktive Eingreifen von Assistenzsystemen in die Betriebsbremse. Dieser technische Aufbau ermöglicht dem DSR-System die Geschwindigkeitsregulierung bei Abwärtsfahrten – auch ohne aktives Eingreifen des Fahrers.
Das DSR wird entweder über einen manuellen Tastendruck des Bedieners (DSR Basic) oder durch eine erkannte Neigung des Untergrundes, mittels Auswertung eines Beschleunigungssensors und Gyroskops, aktiviert (DSR Eco und Premium).
In der dritten Ausbaustufe (Premium) wird zusätzlich das ungefähre Lastgewicht ermittelt und die maximale Geschwindigkeit in Abhängigkeit von Last und Neigung beschränkt. Die Neigung und die Last werden geschätzt, indem die Drehzahlen und Drehmomente der Antriebseinheiten und Daten eines Beschleunigungs- und Drehratensensors ausgewertet werden.
Gefährliche Situationen bei Abwärtsfahrten gehören zu den häufigsten Ursachen von Unfällen und Gewaltschäden im Zusammenhang mit Schlepp- und Transportfahrzeugen. Die Relevanz von einem Assistenzsystem wie der Descent Speed Regulation ist also grade im Schlepp- und Transporteinsatz sehr hoch.
DSR bietet einen großen Vorteil überall dort, wo die betriebliche Infrastruktur viele Steigungen aufweist, zum Beispiel, um von einer Halle in die andere zu kommen oder wenn die Topografie auf dem Betriebsgelände beim Kunden große Höhenunterschiede aufweist. Damit ist das Basic-System für einen Großteil der Kunden interessant. Das DSR-Assistenzsystem ist grundsätzlich einsatzunabhängig, die Art der Last spielt also keine Rolle.
Je nachdem, wie steil das Gefälle und wie hoch die Anhängelast ist, wird für rund 50 Prozent der Fahrzeuge die Eco- bzw. die Premium-Variante relevant sein.
Sind auf dem Betriebsgelände oder im Einsatz längere Strecken auf abfallendem Terrain zurückzulegen, lauern unterschiedliche Risiken: Der Fahrer drückt kontinuierlich die Betriebsbremse, sodass diese heiß läuft. Anderes Szenario: Der Fahrer ist kurz unaufmerksam und tritt die Bremse einen Augenblick zu spät oder aber die Last drückt das Schleppfahrzeug bei der Abwärtsfahrt über die Motorbremse hinaus zu einer immer schnelleren Geschwindigkeit und der Fahrer muss, um das Fahrzeug unter Kontrolle zu halten, möglichst vorsichtig, aber trotzdem energisch bremsen, damit die angehängten Ladungsträger sich beispielsweise nicht auffalten oder ins Schlingern geraten.
Für die Fahrer von Schleppfahrzeugen und Plattformwagen ist es häufig sehr schwer, die aktuelle Neigung der Fahrwege eigenständig zu bestimmen. Auch das Lastgewicht, das gezogen wird, ist ohne Kennzeichnung meist nicht realistisch einzuschätzen.
Hierbei unterstützt das DSR den Fahrer. Es zeigt ihm in der dritten Ausbaustufe (DSR Premium) sowohl den aktuellen Neigungswinkel als auch das aktuelle Lastgewicht an. Aufgrund dieser Informationen kann der Fahrer sein Fahrverhalten anpassen. Dabei wird der Fahrer von der Descent Speed Regulation aktiv unterstützt, indem das Fahrzeug auch dann automatisch die Geschwindigkeit reduziert, wenn der Bediener dies durch Unachtsamkeit oder Falscheinschätzung nicht tut.
Mit der Descent Speed Regulation, kurz DSR, stellt Still ein einzigartiges Assistenzsystem für Lastwagen und Schlepper vor, das das sichere Befahren von Rampen auch mit schwerer Anhängelast erleichtert.
Das System überwacht und reguliert die Geschwindigkeit des Fahrzeugs – manuell oder automatisch, je nach Konfiguration. Es gibt drei verschiedene Versionen: DSR Basic, DSR Eco und DSR Premium.
Bei DSR Basic aktiviert der Fahrer das System manuell über die Bedieneinheit Still Easy Control. Bei Aktivierung wird eine voreingestellte Höchstgeschwindigkeit beibehalten, auch wenn bergab gefahren wird. Die hydraulische Betriebsbremse wird aktiv aktiviert, sobald das Fahrzeug beim Bergabfahren zu schnell zu fahren droht. Auch wenn der Fahrer das Bremspedal nicht betätigt, bremst das Fahrzeug ab. DSR Eco geht noch einen Schritt weiter. In dieser Version muss das Programm nicht manuell aktiviert werden, sondern ist immer im Hintergrund auf Stand-by. Es wird automatisch aktiviert, wenn ein Neigungswinkel erkannt wird.
Die Steigung und die Belastung werden durch die Auswertung der Drehzahlen und Drehmomente der Antriebseinheiten und der Daten eines Beschleunigungs- und Drehzahlsensors berechnet. Bei DSR Eco wird auf dem Display ständig eine Steigungsanzeige eingeblendet. Wird eine Steigung erkannt, wird die Geschwindigkeit automatisch auf einen vorgegebenen Wert begrenzt.
Die Luxusversion, DSR Premium, wurde für den IFOY AWARD nominiert. Hier wird zusätzlich zu DSR Eco auch eine Lastbewertung durchgeführt und auf dem Display angezeigt. Mit DSR Premium reguliert das Fahrzeug seine Geschwindigkeit beim Abwärtsfahren in Abhängigkeit von der Steigung und der gezogenen Last. Die Geschwindigkeit wird also nicht auf einen vorgegebenen Wert reduziert, sondern optimal an die jeweilige Situation angepasst. Auf diese Weise erreicht das Fahrzeug stets die bestmögliche Leistung bei maximaler Sicherheit.
Die wartungsfreien, hydraulischen Ölbadbremsen an Vorder- und Hinterachse funktionieren elektrohydraulisch. Die Bremse an der Vorderachse ist als Brake-by-wire-System ausgelegt. Die Bremsanforderung wird über ein Potentiometer am Bremspedal registriert, woraufhin der Bremsvorgang hydraulisch über ein elektrisches Druckreduzierventil eingeleitet wird.
Die elektrische Steuerung dieses Druckventils ermöglicht es, sehr präzise zu bremsen und auch aktiv in die Betriebsbremse einzugreifen. Dank dieses technischen Konzepts kann das DSR-System die Geschwindigkeit beim Abwärtsfahren regeln – auch ohne aktiven Eingriff des Fahrers.
DSR verringert die Notwendigkeit für den Fahrer, die Bremsen zu betätigen, und damit das Risiko einer Überhitzung. Darüber hinaus überwacht das System das Fahrverhalten, was das Risiko unsicherer Situationen deutlich verringert.
Still Descent Speed Regulation (DSR) ist eine Weltneuheit. Das einzigartige Assistenzsystem unterstützt das sichere Fahren an Steigungen und verbessert gleichzeitig die Fahreigenschaften. Je nach Ausführung erkennt DSR die genaue Steigung und das aktuelle Lastgewicht. Die Geschwindigkeit wird dann automatisch an die jeweiligen Bedingungen angepasst. Das Ziehen von mitunter schweren Lasten wird mit diesem System wesentlich sicherer.
Die Entwicklung der Descent Speed Regulation unterstützt sehr gut die steigenden Sicherheitsanforderungen der Anwender und hilft Folgekosten durch fahrlässiges Fahrverhalten zu verhindern. Die möglichen Auswirkungen der Überschreitung zulässiger Höchstgeschwindigkeit von schweren Schleppzügen sind hoch und begründen damit eigentlich eine sehr hohe Marktrelevanz. Einschränkend ist anzumerken, dass Gefällestrecken für Schleppzüge nicht sehr weit verbreitet sind und die Entwicklung der DSR nicht überall zur Anwendung kommen muss.
Der unbestreitbare Nutzen resultiert aus der sicheren und zuverlässigen Erkennung von Steilstrecken und die lastabhängige Reduktion der Geschwindigkeit. Systeme zur generellen Geschwindigkeitsreduktion führen zu Durchsatzverlusten und zur Reduktion der Motivation der Fahrer, die sich durch ein solches System bevormundet fühlen und es gegebenenfalls abschalten. Die steigende Sicherheit für den Fahrer aber auch für unbeteiligte Verkehrsteilnehmer sind genauso hoch einzuschätzen wie die Folgekosten an Fahrzeugen oder dem Transportgut durch schwere Unfälle. Der Nutzen wird allenfalls eingeschränkt, da bereits die Materialflussplanung versucht, Gefällestrecken zu vermeiden, weshalb sie vergleichsweise selten im Anwendungsfeld vorkommen.
Die sichere und zuverlässige Erkennung sowohl der befahrenen Gefällestrecken als auch der anhängenden Last ist noch nie in vergleichbarer Weise gelöst worden. Die erfolgreiche Kombination existierender Sensorprinzipien und Messstrecken sowie ihre Auswertung in einer Recheneinheit führen zusammen mit einer leistungsfähigen Aktorik zu einer sehr guten Innovation.
Die bereits benannte Erkennung und Auswertung der Fahrcharakteristik führt zu einem beeindruckenden Fahrverhalten, das auf einer Fahrstrecke mit 10% Gefälle gut nachvollziehbar erfahren werden konnte. Das Fahrerinformationsdisplay zeigt den Fahrmodus und die ermittelten Parameter an und macht damit das Verhalten des Assistenzsystems gut nachvollziehbar.
Das Produkt liefert eine innovative Lösung zur Vermeidung von Unfällen, die das tatsächliche Zuggewicht und die tatsächliche Neigung der Fahrstrecke ermittelt. Es ist nicht für alle Anwender relevant, hilft aber bei vorhandenen Gefällestrecken sicher und gut.
| Funktionalität / Art der Umsetzung | + |
| Neuheit / Innovation | ++ |
| Kundennutzen | + |
| Marktrelevanz | + |
| ++ sehr gut / + gut / Ø ausgeglichen / − weniger / −− nicht vorhanden | |
Quellennachweis für Bilder/Videos: STILL
Finalisten durchlaufen im Rahmen des IFOY Audit, das im Rahmen des TEST CAMP INTRALOGISTICS stattfindet, das dreistufige IFOY Audit. Dieses besteht aus dem wissenschaftlichem IFOY Innovation Check, dem IFOY Test und dem Jurytest.
In den Statuten sind die Grundwerte und die Standards des IFOY AWARD festgelegt, nach denen die Organisation handelt. Dazu gehören unter anderem Gremien, Wahlomodus, Bewertungskriterien sowie der Code of Conduct.
Der International Intralogistics and Forklift Truck of the Year verfügt über drei Gremien: Jury, Träger und Fachbeirat.