IFOY Audit
Finalisten durchlaufen im Rahmen des IFOY Audit, das im Rahmen des TEST CAMP INTRALOGISTICS stattfindet, das dreistufige IFOY Audit. Dieses besteht aus dem wissenschaftlichem IFOY Innovation Check, dem IFOY Test und dem Jurytest.
Durch einen innovativen realtime IoT-Ansatz ermöglicht die BOX ID ProcessGuard erstmals fehlhandlungssichere Kommissioniervorgänge und optimiert zudem Transportbehälterkreisläufe. Sie vereint IoT-basierte Behälterverfolgung mit einer Echtzeit-Scan-Lösung zur fehlerfreien Kommissionierung. Die Lösung kann flexibel an ERP/EWM-Systeme angebunden werden und stellt eine de-facto fehlerfreie Ausführung der Prozesse in Kommissionierung und Versand sicher. Massive Einsparungen und verbesserte Kundenzufriedenheit sind Schlüsselvorteile. Zudem reduziert die Lösung den ökologischen Fußabdruck durch eine optimale Behälterrotation und die Minimierung von Fehlsendungen und Retouren.
Produktname und Firma
BOX ID ProcessGuard – BOX ID Systems



Die BOX ID ProcessGuard ist eine innovative Scan-Lösung für den Warenversand in der Distributionslogistik. Sie überwacht durch aktive IoT-Technologie zum einen die Zirkulation von Mehrwegtransportbehältern über das Distributionsnetzwerk hinweg und stellt deren optimale Rotation sicher. Zum anderen kombiniert die Lösung ergonomische Scan-Technologie mit einer Echtzeit-Feedbackschleife zum ERP-System des Kunden, um die Kommissionierung fehlhandlungssicher zu machen und den gesamten Transportprozess im Hinblick auf Konformität zur Systemsicht zu überwachen.
Über einen automatisierten Abgleich unter Berücksichtigung festgelegter Prozesslogiken kann eine korrekte Zuordnung sichergestellt und jegliche Fehler im Versand vermieden werden. Das System ist dabei in der Lage die gescannten Informationen in Echtzeit mit den Soll-Zuordnungen abzugleichen und den Mitarbeitern Feedback in Echtzeit (ca. 200 ms) zu geben.
Die Scan-Lösung überwacht den gesamten Prozess der Beladung von Waren und Packstücken auf verschiedene Transportmittel wie Rollcontainer, Systempaletten, Paletten und andere Ladungsträger, die im Versandprozess verwendet werden. Dies erfolgt durch das Scannen von Barcodes auf den Packstücken und Waren sowie QR-Codes auf den Transportmitteln. Über die in diesen Codes enthaltenen IDs werden die geplanten Zielorte für Waren und Behälter aus dem Kunden-ERP abgefragt.
Die wichtigsten Innovationen und Neuerungen im BOX ID ProcessGuard im Vergleich zu bisherigen Produkten auf dem Markt sind:
Die Zielgruppe der BOX ID Lösung umfasst alle Unternehmen mit Versandlogistik, welche die Robustheit und Effizienz ihrer Prozesse verbessern möchten. Hier ermöglicht die Lösung die Betriebskosten zu senken, die Kundenzufriedenheit zu steigern und die Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen.
Durch die flexible Systemarchitektur der BOX ID Lösung kann sie aufwandsarm und effektiv in die durchaus sehr unterschiedlichen ERP/EWM-Landschaften der vorgenannten Branchen integriert werden.
Die Hauptvorteile des BOX ID ProcessGuard betreffen vor allem die Effizienz und Robustheit des Warenversands:
Im Behältermanagement sind KPI das A und O: Wie (optimal) wird der Behälter-Pool genutzt? Warum „drehen“ manche Behälter schneller als andere? Wie hoch ist die Fehlerrate? Wie oft verlassen Behälter die Wunschroute? Alle diese Fragen und ihre negative Beantwortung verursachen hohe Kosten. ProcessGuard von BOX ID überwacht den Behälterfluss, die Wartungsintervalle und die Umlaufzeiträume und sorgt so dafür, dass dem Unternehmen nicht mehr Kosten entstehen, als unbedingt notwendig.
Die BOX ID Systems GmbH wurde 2018 im Bereich Supply Chain Management gegründet und beschäftigt heute 20 Mitarbeitende. Das Unternehmen konzentriert sich auf das Thema Returnable Transport Packaging (Mehrwegverpackung), wie zum Beispiel Roll-Container, Großladungsträger, Flachglas-Racks oder Kegs (Mehrwegfässer).
Der erste Alleinstellungsmerkmal (USP #1) besteht in der Reduzierung des in Behältern gebundenen Kapitals oder, anders ausgedrückt, der Sichtbarkeit dieser oft teuren Ladungsträger durch Software. Als zweiter USP sind die kritischen Inhalte der Ladungsträger zu nennen: zeitkritische oder temperaturempfindliche Güter (Saatgut, Pharma), für die Schock- und Temperatursensoren bereitgestellt werden.
Für BOX ID ProcessGuard war die Würth-Tochter Fega & Schmitt Pilotkunde – ein Elektrogroßhandel mit 58 Standorten in Mittel- und Süddeutschland. Aber auch beim Fachgroßhandel Uni Elektro und der Lichtzentrale, einem Großhandel für Leuchtmittel und ebenfalls Teil der Würth-Gruppe, ist BOX ID ProcessGuard mittlerweile im Einsatz. Für alle drei Unternehmen, sowie grundsätzlich für Unternehmen der Branche, gilt: Die Prozesse, die an die Lieferung anschließen, und teilweise auch die vorausgehenden, sind fehleranfällig. Die Prozessüberwachungs-Software ProcessGuard ist in der Lage, Abweichungen unmittelbar zu erkennen und Echtzeit-Feedback zu geben, um einen Fehler im Moment seiner Entstehung oder so bald wie möglich zu korrigieren beziehungsweise sogar zu verhindern. Der Versandhandel soll mit BOX ID ProcessGuard durch den automatischen Abgleich der Daten des Scanners mit denen der Soll-Zuordnungen aus dem ERP-System menschliche Fehler auf null reduzieren können. Die Versandmitarbeiter erhalten dabei per Handheld (oder andere Wearables) Feedback in (nahezu) Echtzeit, sodass Fehler sofort korrigiert werden können. Dies wirkt sich unmittelbar kostensenkend aus, da jeder vermiedene Versandfehler Retouren wie Nacharbeit verringert.
BOX ID ProcessGuard kann zur IoT-basierten Behälterverfolgung mit einer Echtzeit-Scan-Lösung zur fehlerfreien Kommissionierung flexibel an ERP-/EWM-Systeme angebunden werden und gewährleistet laut Anbieter eine nahezu fehlerfreie Ausführung der Prozesse in Kommissionierung und Versand. Ein positiver Nebeneffekt: ProcessGuard reduziert den ökologischen Fußabdruck von Sendungen durch optimierte Behälterrotation und die Minimierung von Fehlsendungen und Retouren. Durch einen automatisierten Abgleich, bei dem der Trolley selbst sowie jeder Behälter/jedes Packstück darauf gescannt und mit dem Ladungsträger „verheiratet“ werden, kann eine korrekte Zuordnung sichergestellt und jegliche Fehler im Versand vermieden werden. Die Zeitspanne, die das System benötigt, um dem Mitarbeiter Informationen über den Abgleich seiner gescannten Informationen mit den Soll-Zuordnungen zu geben, beträgt gerade einmal 200 Millisekunden.
Leergut ist einer der meistunterschätzten Kostentreiber. Fehlen etwa Flachglasgestelle oder Sonderladungsträger für Türen oder Achsen im Automotive-Bereich, fallen erhebliche Kosten an. Entsprechend hoch ist der Nutzen einer Prozessüberwachung von Mehrwegbehältern in Echtzeit einzuschätzen.
Ziel des cloud-basierten Produkts ist die Überwachung beliebiger Prozesse, deren Ablauf über das Scannen von Strich-/Matrixcodes oder über Lokalisierungstechnologien verfolgt werden kann. Dafür müssen vom Anwender die Prozesse mittels endlichen Zustandsautomaten in einer Weboberfläche modelliert werden. Weiterhin müssen Stammdaten wie geografisch abgegrenzte Gebiete sowie Zuordnungen von Codes zu Ladungsträgern oder Artikeln eingefügt werden.
Anschließend überprüft das System automatisch, ob Ereignisse, die beim Scannen von Artikeln oder dem Bewegen von Ladungsträgern mit Lokalisierungssystem auftreten, mit den modellierten Prozessschritten übereinstimmen. Abweichungen von den Standardprozessen werden erkannt und gemeldet.
Die Neuheit des Produkts beschränkt sich auf die Unabhängigkeit der Prozesskontrolle von den technischen Charakteristika der auftretenden Events. Es wird von einer breiten und simplen Kompatibilität mit verschiedensten Scan-Techniken sowie Lokalisierungslösungen gesprochen. Darüber hinaus ist keine Innovation zu erkennen, da Prozessmodellierung und -überwachung bereits in vielen ERP-Systemen möglich ist.
Der Kundennutzen besteht in der einfachen Implementierung und in der effektiven Vermeidung von Fehlern. Die Aufwände für die Inbetriebnahme beschränken sich auf das Koppeln der Cloud mit den Scan-/Trackinglösungen sowie das Einpflegen der Prozesse und Stammdaten. Dies kann zum überwiegenden Teil von den Anwendern intuitiv per Webinterface erledigt werden. Im Betrieb lassen sich laut BOX ID beispielsweise Routing-Fehler von Paketen zu annähernd 100 Prozent vermeiden, was hinsichtlich Effizienzgewinn und Einsparpotenzial bedeutend ist. Der versprochene ROI von 3 bis 9 Monaten erscheint plausibel.
Marktrelevanz
Aufgrund des geringen Implementierungsaufwands und des niedrigschwelligen „as-a-Service“-Preismodells ist die Gruppe möglicher Anwender sehr groß. Interessant ist das Produkt aber hauptsächlich für kleine Unternehmen mit wenig IT-Kompetenz, die kein ERP-System verwenden.
Problemstellung, Zielsetzung und Umsetzung des Produkts sind sehr klar. Die einfache Implementierung spricht dafür, jedoch ist die Erfindungshöhe sehr gering – die Funktionalität ist leicht integrierbar in bestehende ERP-Systeme.
| Funktionalität / Art der Umsetzung | Ø |
| Neuheit / Innovation | – |
| Kundennutzen | ++ |
| Marktrelevanz | + |
| ++ sehr gut / + gut / Ø ausgeglichen / − weniger / −− nicht vorhanden | |
Finalisten durchlaufen im Rahmen des IFOY Audit, das im Rahmen des TEST CAMP INTRALOGISTICS stattfindet, das dreistufige IFOY Audit. Dieses besteht aus dem wissenschaftlichem IFOY Innovation Check, dem IFOY Test und dem Jurytest.
In den Statuten sind die Grundwerte und die Standards des IFOY AWARD festgelegt, nach denen die Organisation handelt. Dazu gehören unter anderem Gremien, Wahlomodus, Bewertungskriterien sowie der Code of Conduct.
Der International Intralogistics and Forklift Truck of the Year verfügt über drei Gremien: Jury, Träger und Fachbeirat.