Erfolgreich automatisieren: Workshop des IFOY AWARD beim TRANSFER.FESTIVAL
Automatisierung gilt als Schlüsselthema in der Intralogistik. Doch während technologische Lösungen zunehmend verfügbar und leistungsfähig sind, liegen die eigentlichen Herausforderungen oft in der Umsetzung der Projekte. An dieser Stelle setzte ein Workshop an, den die Organisation des IFOY AWARD im Rahmen des TRANSFER.FESTIVALS im Fraunhofer IML im Vorfeld der IFOY AWARD Gala 2025 angeboten hat. Unter der Moderation von Thilo Jörgl vom IFOY-AWARD-Management diskutierten rund 20 Teilnehmende, welche Faktoren den Erfolg von Automatisierungsprojekten in der Praxis maßgeblich beeinflussen – und zwar unabhängig von der eingesetzten Technologie. Das Festival veranstalteten der Digitial Hub Logistics Dortmund, das Leistungszentrum Logistik und IT sowie das Fraunhofer IML in exklusiver Kooperation mit Logistik.NRW, dem IFOY AWARD sowie dem innoclub.
In fünf Kleingruppen galt es, unterschiedliche Schwerpunkte zu erarbeiten. Christian Ehlers (STILL) leitete eine Gruppe, die sich intensiv mit der Bedeutung der Definition klarer Ziele beschäftigte. Die Teilnehmenden kamen zu dem Ergebnis, dass ein gemeinsames Verständnis von Prozessen, messbaren KPIs und realistischer Zeitplanung essenziell ist. Auch die frühzeitige Festlegung von Rollen und Verantwortlichkeiten wurde als zentraler Erfolgsfaktor benannt.
Dr. Jana Jost (Fraunhofer IML) moderierte die Gruppe, die den Faktor Mensch in den Fokus stellte. Hier wurde deutlich, dass der Umgang mit Mitarbeitenden über den Erfolg oder Misserfolg von Automatisierungsprojekten mitentscheiden kann: Die frühzeitige Einbindung von Angestellten, gezielte Weiterbildung sowie eine transparente Kommunikation schaffen Akzeptanz und reduzieren Widerstände, die einen Wandel bremsen können.
Erfolg durch agile Methoden
Saskia Reuter (aluco) betreute die Gruppe mit dem Schwerpunkt Projektmanagement. Die Diskussion zeigte, dass klassische Herangehensweisen an ihre Grenzen stoßen können. Stattdessen wurden agile Methoden, wie beispielsweise Scrum sowie klare Teamstrukturen und ein durchdachtes Stakeholder-Management als wirksam identifiziert, um Projekte flexibel und zielgerichtet umzusetzen.
Christian von der Schulenburg (Siemens) begleitete die Gruppe, die sich mit dem Thema Agilität auseinandersetzte. Die Teilnehmenden kamen zu dem Schluss, dass eine offene Fehlerkultur, flexible Strukturen und schnelle Reaktionsfähigkeit auf Veränderungen entscheidende Voraussetzungen sind, um komplexe Automatisierungsprojekte erfolgreich zu gestalten.
Markus Schlotter (Exotec) leitete eine Gruppe, die den Fokus auf Prozess- und Technologiewissen legte. Hier wurde betont, wie wichtig es ist, interdisziplinäre Teams aufzubauen, fundierte Datenanalysen durchzuführen und kontinuierlich Know-how zu erweitern. Offenheit für neue Ansätze sowie strukturierte Recherchen wurden als essenzielle Bestandteile eines erfolgreichen Projekts genannt.
Zum Abschluss wurden die wichtigsten Erkenntnisse des Workshops gruppenübergreifend priorisiert und verdichtet. Das Ergebnis: Erfolgreiche Automatisierungsprojekte basieren auf einer Kombination aus klaren Zielen, gutem Projektmanagement, einer aktiven Mitarbeiterkultur, hoher Agilität und fundiertem Prozesswissen.