IFOY Audit
Finalisten durchlaufen im Rahmen des IFOY Audit, das im Rahmen des TEST CAMP INTRALOGISTICS stattfindet, das dreistufige IFOY Audit. Dieses besteht aus dem wissenschaftlichem IFOY Innovation Check, dem IFOY Test und dem Jurytest.
Mit der Spezialanfertigung des Elektrostaplers RX 60-50/600 zeigt STILL, wie Kundenfokus und Inklusion in der Arbeitswelt funktionieren: Das Fahrzeug ermöglicht einem kleinwüchsigen Mitarbeiter des Unternehmens Voß Edelstahlhandel die uneingeschränkte, sichere und selbstständige Fahrzeugnutzung und die volle Integration in das Team und den Arbeitsalltag. Dank elektrisch verstellbarer Bodenplatte ist der Stapler auch von anderen Mitarbeitenden nutzbar und so eine nachhaltige und wirtschaftliche Lösung.






Die Lösung ist ein eindrückliches Beispiel für kundenfokussierte Entwicklung – und bislang ein Unikat auf dem deutschen Markt für Frontstapler. Zwei Jahre Entwicklungszeit stecken in dem Fahrzeug, das von STILL in Zusammenarbeit mit Barrus Engineering für das Unternehmen Voß Edelstahlhandel entwickelt und gefertigt wurde, um nachhaltige, wirtschaftliche Inklusion im Arbeitsalltag zu ermöglichen. Seit September 2024 ist der Stapler im Einsatz.
Das Herzstück des Fahrzeugs ist die elektrisch verstellbare Bodenplatte. Die Anpassung erfolgt millimetergenau, vertikal und horizontal, sodass der Fahrerarbeitsplatz exakt auf die Körpermaße des kleinwüchsigen Mitarbeiters angepasst ist. Zusätzlich ermöglicht ein abklappbares Rückenpolster das Anlehnen trotz kürzerer Oberschenkel. In Kombination mit der individuell angepassten Eintrittsstufe, zusätzlichen Haltegriffen und hydraulischer Gabelzinkenverstellung ermöglicht ihm dies die uneingeschränkte, selbstständige und sichere Fahrzeugnutzung in der Tonnage bis 5 t. Er hat freie Sicht, direkten Zugriff auf alle Bedienelemente und volle Fahrzeugkontrolle. Während er vorher nur leichtere Arbeiten ausführen konnte und auf Hilfe angewiesen war, kann der Mitarbeiter nun sein Tätigkeitsfeld deutlich ausweiten, fühlt sich sicher und vollständig integriert.
Per Knopfdruck kann das Fahrzeug auf Normgröße umgestellt und so von allen Mitarbeitenden genutzt werden – ein wichtiges Kriterium für Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit.
Es gibt bislang auf dem deutschen Markt für Frontstapler keine vergleichbare Lösung. Bisherige Anwendungen mit Pedalverlängerungen können weder Passgenauigkeit noch uneingeschränkte Sicht, sichere Fahrzeugkontrolle oder Arbeitssicherheit in vergleichbarem Umfang gewährleisten. Mit dem Projekt ermöglicht STILL gemeinsam mit seinem Partner Barrus Engineering und dem Kunden Voß Edelstahlhandel eine smarte Lösung für nachhaltige und funktionierende Inklusion: Aus Kundenperspektive gedacht und mit einem klaren Fokus auf intelligente, alltagstaugliche Lösungen.
Der betreffende Mitarbeiter wurde von Beginn an intensiv in die Entwicklung eingebunden, stand Modell für die Abmessungen und war in zahlreiche Tests involviert. Für die technische Umsetzung holte STILL Sonderbauexperte Barrus Engineering an Bord. Denn neben den hohen Sicherheitsanforderungen stellte insbesondere der begrenzte Platz im Fahrerraum eine Herausforderung dar. So wurden unter anderem das Chassis unterhalb des Sitzes angepasst, eine Kulissenführung geschaffen, der Hydraulikblock unter die Bodenplatte verlegt, die Pedale von der Bodenplatte entkoppelt und das Armaturenbrett angepasst. Für maximale Sicherheit und eine exakte Positionierung ist die Bodenplatte mit intelligenten Sensoren zur Positionsüberwachung ausgestattet. Und dank des zuverlässigen Linearantriebs und hochwertiger Messingführungen, die keine Schmiermittel benötigen, ist die komplexe Konstruktion komplett wartungsfrei.
Inklusion in der Arbeitswelt ist ein Thema von hoher Relevanz. Smarte Lösungen wie die Spezialanfertigung des STILL RX 60-50/600 ermöglichen, Inklusion individuell und lösungsorientiert zu gestalten, bauen Hemmschwellen ab, stärken Toleranz und wirken vorbildhaft. Das Umbaukonzept ist mit vergleichsweise geringem Aufwand und einer Fertigungszeit von wenigen Wochen für andere Personen und alle STILL RX 60 Modelle anpassbar – unter gewissen Voraussetzung sogar in RX 60 Bestandsstaplern. Und nicht zuletzt ist das Pilotprojekt eine wertvolle Referenz für die Genehmigung von Fördergeldern für Inklusionslösungen. Denn alle Kosten inklusionsrelevanter Umbauten wurden vom Hamburger Integrationsamt getragen.
Vor dem Hintergrund des anhaltenden Arbeitskräftemangels sind Konzepte, die motivierten Arbeitskräften trotz Handicap einen attraktiven Zugang zum Arbeitsmarkt schaffen, wertvoll und zukunftsweisend. Konkret im Falle der Inklusion kleinwüchsiger Personen ist die potenzielle Zielgruppe groß, sodass das Projekt auch eine wirtschaftliche Dimension hat. Denn allein in Deutschland leben circa 100.000 kleinwüchsige Menschen.
Nicht zuletzt hat das Projekt hohe Relevanz für die Nachhaltigkeit der Intralogistik. Es dient der Mitarbeiterbindung ebenso wie der flexiblen Nutzung von Fahrzeugen. Hier sind insbesondere die Aspekte der verstellbaren Bodenplatte sowie die Möglichkeit der Umrüstung von Bestandsfahrzeugen relevant.
Die Spezialanfertigung des RX 60-50/600 ermöglicht die vollständige Inklusion kleinwüchsiger Mitarbeitender in die Arbeitswelt. Neben der sozialen Verantwortung, stärkerer Mitarbeiterbindung und gesteigerter Mitarbeiterzufriedenheit sowie der hohen Arbeitssicherheit hat dies für den Kunden einen klaren wirtschaftlichen Nutzen: Der Mitarbeiter, der zuvor in seinen Einsatzmöglichkeiten eingeschränkt und auf Hilfe angewiesen war, kann nun ein breiteres Aufgabenspektrum im Lager übernehmen, Material auf verschiedenen Ladungsträgern und bis zu einer Tonnage von fünf Tonnen bewegen und vollkommen selbstständig agieren – angesichts des Arbeitskräftemangels und hohen Kostendrucks in vielen Betrieben ein wertvoller Nutzen.
Zudem steigert die flexible Nutzbarkeit des Staplers nicht nur seine Wirtschaftlichkeit, sondern ist auch ein wichtiger Nachhaltigkeitsfaktor. Es muss kein „extra“ Fahrzeug angeschafft und betrieben werden, sondern die Inklusionslösung ist vollwertiger Teil der Fahrzeugflotte.
Und nicht zuletzt profitiert der Kunde auch finanziell von der inklusiven Komponente der Lösung: Im Anschluss an ein Genehmigungsverfahren wurden die Kosten aller inklusionsrelevanten Spezialanfertigungen vom Hamburger Integrationsamt getragen.
| Antriebsart | Elektro |
| Hubgewicht max. | 4990 kg |
| Eigengewicht | 8119 kg |
| Fahrgeschwindigkeit ohne Last | 20 km/h |
| Hubgeschwindigkeit ohne Last | 0,45 m/s |
| Hubhöhe max. | 4280 mm |
Quellennachweis für Bilder/Videos: STILL
Finalisten durchlaufen im Rahmen des IFOY Audit, das im Rahmen des TEST CAMP INTRALOGISTICS stattfindet, das dreistufige IFOY Audit. Dieses besteht aus dem wissenschaftlichem IFOY Innovation Check, dem IFOY Test und dem Jurytest.
In den Statuten sind die Grundwerte und die Standards des IFOY AWARD festgelegt, nach denen die Organisation handelt. Dazu gehören unter anderem Gremien, Wahlomodus, Bewertungskriterien sowie der Code of Conduct.
Der International Intralogistics and Forklift Truck of the Year verfügt über drei Gremien: Jury, Träger und Fachbeirat.