IFOY Audit
Finalisten durchlaufen im Rahmen des IFOY Audit, das im Rahmen des TEST CAMP INTRALOGISTICS stattfindet, das dreistufige IFOY Audit. Dieses besteht aus dem wissenschaftlichem IFOY Innovation Check, dem IFOY Test und dem Jurytest.
Der Destuff-it ist ein Container-Entladesystem. Mit dem mobilem Förderer können Mitarbeitende Container und Lkw mit minimalem Aufwand be- oder entladen. Das Heben von Kartons entfällt in den meisten Fällen. Die Lösung reduziert Entladekosten nachweislich um 30 bis 50 Prozent.
Produktname und Firma
Destuff-it Container-Entladesystem – Wiltsche Fördersysteme
Kategorie
Special of the Year

Die Destuff-it Anlage ist ein innovatives Entladesystem, das die Effizienz beim Be- und Entladen von Containern und Lkw deutlich steigert. Das Band kann in der Höhe angepasst werden, so dass es sich auf gleicher Höhe wie die Kartons befindet – egal, ob diese am Boden stehen oder hoch gestapelt sind. Damit reduziert die ergonomische Konstruktion die körperliche Belastung der Mitarbeitenden erheblich.
Die Innovation liegt in der Flexibilität des Gurtbands innerhalb des Containers und der hohen Manövrierfähigkeit des Systems – sowohl im Container als auch im Lager. Die Anlage kann problemlos von Tor zu Tor bewegt werden.
Das mobile, ergonomische Fördersystem wurde entwickelt, um Container schneller zu entladen. Die Destuff-it Anlage unterstützt das Personal beim sicheren Transport von Paketen bis zu 74 kg. Bedienende profitieren von höherem Durchsatz und geringerer Ermüdung durch optimale Positionierung.
Das System kann an ein- und ausgehenden Docks eingesetzt werden und verfügt über ein modulares Band, das in eine oder beide Richtungen laufen kann. Die erhöhte Flexibilität steigert die Effizienz, während Ermüdung, Muskelverspannungen und Verletzungsrisiken deutlich reduziert werden.
Es existieren zahlreiche Ansätze zur Containerentladung. Die Destuff-it-Anlage fokussiert auf Unternehmen, die täglich zwei oder mehr Container entladen. Das manuelle Entladen – häufig unter Nutzung eines Gabelstaplers und körperlicher Arbeit – verursacht rund 30 %der Muskel-Skelett-Verletzungen in der Logistik. Andere Systeme wie flexible oder teleskopische Förderer mit Plattformen bieten Fortschritte, doch der Bedienende muss Kartons weiterhin aufnehmen, drehen (bis zu 30 kg oder mehr) und auf das Band legen.
Die Destuff-it-Einheit ist einzigartig:
Der EU-Markt wächst stark in diesem Segment. Sicherheit und Ergonomie gewinnen zunehmend an Bedeutung – die Bundesregierung plant beispielsweise eine Reduzierung des zulässigen Paketgewichts auf 20 kg.
Viele Länder stehen vor Personalengpässen bei körperlich anspruchsvollen Lagerarbeiten, die sich nicht vollständig automatisieren lassen.
Zentrale Herausforderungen der Unternehmen sind:
In den vergangenen zehn Jahren wurden in Nordamerika rund 3.500 Maschinen installiert – rund 85 %davon nach 2020. Das System ist somit erprobt, aber auf dem europäischen Markt noch neu, dessen Potenzial als vergleichbar hoch eingeschätzt wird. Laut Statista wächst der europäische Markt für E-Commerce, Logistik und Lagerautomatisierung derzeit stark – mit erwarteten Zuwächsen zwischen 30 und 100 % in den kommenden Jahren. Zu den zentralen Zielgruppen zählen insbesondere 3PL-Anbieter, Post- und Paketdienstleister sowie große Verlader, die täglich mehrere Container umschlagen. Das Marktpotenzial ist entsprechend erheblich.
Destuff-it von Wiltsche Fördersysteme ist eine mechanisierte Unterstützung für die Be- und Entladung von Containern. Sie ist insbesondere auf das Handling von Kartons ausgelegt und stellt mit Fördertechnik den Materialfluss zwischen dem Stapelbereich im Container und der Intralogistik des Anwenders her. Die Funktionalität basiert im Kern auf einem mechanischen Ansatz, bei dem schwere Hebevorgänge durch Zieh- und Schiebebewegungen ersetzt werden. Der Gesamteindruck ist ausgeglichen, wobei die Maschine einen robusten, praxiserprobten und für den vorgesehenen Einsatzfall grundsätzlich geeignet Eindruck macht. Besonders hervorzuheben ist die solide Bauweise, die auf Langlebigkeit im industriellen Umfeld ausgelegt ist. In Bezug auf die Effizienz kann die Lösung den Materialumschlag unterstützen und körperlich belastende Tätigkeiten reduzieren.
Die Destuff-it-Lösung ist als Weiterentwicklung eines etablierten mechanischen Prinzips zu verstehen, das bereits seit vielen Jahren, insbesondere im nordamerikanischen Markt, erfolgreich eingesetzt wird. Der Innovationsgrad ist gut, da die Lösung eine spezifische Problemstellung – die manuelle Containerentladung – auf pragmatische und technisch einfache Weise adressiert. Es handelt sich weniger um eine disruptive Innovation, sondern vielmehr um eine bewährte und gezielt optimierte Anwendung vorhandener Technologien. Im Wettbewerbsumfeld zeichnet sich die Lösung durch ihre robuste und zugleich funktional reduzierte Konstruktion aus, die bewusst auf Komplexität verzichtet. Diese Form der „einfachen Innovation“ ist insbesondere in Anwendungen mit hohen Anforderungen an Zuverlässigkeit und Wartungsarmut relevant. Die Weiterentwicklung liegt vor allem in der konsequenten Ausrichtung auf den konkreten Use Case, wodurch eine praxisnahe und wirtschaftlich sinnvolle Lösung entsteht.
Die Lösung richtet sich primär an Unternehmen in der Logistik allgemein, für Handel und Distribution, wo regelmäßig viele Container manuell be- und entladen werden. Der Kundennutzen ist gut, da die Maschine insbesondere die körperliche Belastung durch das Heben schwerer Kartons reduziert und somit zur Entlastung der Mitarbeitenden beiträgt. Dies kann sich positiv auf Arbeitssicherheit, Gesundheit und langfristig auch auf die Produktivität auswirken. Darüber hinaus bietet die Lösung Potenziale zur Zeitersparnis und zur Standardisierung von Arbeitsprozessen. Der Return on Investment (ROI) ergibt sich vor allem durch reduzierte Ausfallzeiten, geringere körperliche Beanspruchung und eine stabilere Prozessqualität. Gleichzeitig besteht Verbesserungspotenzial im ergonomischen Gesamtkonzept, da bestimmte Belastungen – etwa für Hände und Handgelenke – weiterhin bestehen bleiben. Eine weitergehende Optimierung in diesem Bereich könnte den Kundennutzen zusätzlich steigern.
Die Destuff-it Lösung adressiert einen zentralen und weit verbreiteten Anwendungsfall der Intralogistik, die Be- und Entladung von Containern. Die Marktrelevanz ist sehr gut, da die manuelle Containerentladung weltweit ein bedeutendes Thema ist und ein hoher Bedarf an unterstützenden Lösungen besteht. Im Kontext des aktuellen Stands der Technik positioniert sich die Lösung als robuste und wirtschaftliche Alternative zu komplexeren Automatisierungssystemen. Besonders in Märkten oder Anwendungen, in denen vollständige Automatisierung nicht wirtschaftlich oder technisch sinnvoll ist, entfaltet die Lösung eine hohe Relevanz. Die klare Fokussierung auf einen spezifischen Anwendungsfall sowie die bewährte Einsatzhistorie stärken die Marktposition zusätzlich. Insgesamt bietet die Lösung eine überzeugende Antwort auf eine praxisrelevante Herausforderung und ist für die adressierte Zielgruppe von hoher Bedeutung.
Die Destuff-it-Lösung überzeugt durch eine sehr hohe Marktrelevanz in einem global verbreiteten Anwendungsfeld sowie durch einen soliden Kundennutzen, insbesondere in der spürbaren Entlastung manueller Tätigkeiten. Ihre Stärke liegt in der robusten und praxisnahen Umsetzung mit guter Innovationsleistung, auch wenn die Funktionalität insbesondere im Bereich Ergonomie noch weiteres Entwicklungspotenzial aufweist.
| Funktionalität / Art der Umsetzung | Ø |
| Neuheit / Innovation | + |
| Kundennutzen | + |
| Marktrelevanz | ++ |
| ++ sehr gut / + gut / Ø ausgeglichen / − weniger / −− nicht vorhanden | |
Quellennachweis für Bilder/Videos: Wiltsche Fördersysteme
Finalisten durchlaufen im Rahmen des IFOY Audit, das im Rahmen des TEST CAMP INTRALOGISTICS stattfindet, das dreistufige IFOY Audit. Dieses besteht aus dem wissenschaftlichem IFOY Innovation Check, dem IFOY Test und dem Jurytest.
In den Statuten sind die Grundwerte und die Standards des IFOY AWARD festgelegt, nach denen die Organisation handelt. Dazu gehören unter anderem Gremien, Wahlomodus, Bewertungskriterien sowie der Code of Conduct.
Der International Intralogistics and Forklift Truck of the Year verfügt über drei Gremien: Jury, Träger und Fachbeirat.