IFOY Audit
Finalisten durchlaufen im Rahmen des IFOY Audit, das im Rahmen des TEST CAMP INTRALOGISTICS stattfindet, das dreistufige IFOY Audit. Dieses besteht aus dem wissenschaftlichem IFOY Innovation Check, dem IFOY Test und dem Jurytest.
Gänzlich autonom arbeitende Fabriken im Zusammenspiel mit einer Industrie 4.0 und dem IoT (Internet of Things) sind eine der treibenden Visionen der aktuellen Zeit. Eine ganz wesentliche Fragestellung hierbei ist die Intralogistik von innerbetrieblichen Gütern. Im Bereich der Kleingüterlogistik kommt man dieser Vision schon sehr nah, anders im Bereich der Großgüter. Der HUSKi schließt die Lücke für Großgüter zwischen autonomem Fahren und einer automatischen und kontaktlosen Beschickung von Maschinen und Prozessen.
Produktname und Firma
HUSKi – H+E Produktentwicklung GmbH
Kategorie
Special of the Year



Der HUSKi kommt immer dann zum Einsatz, wenn Gewichte über 500 Kilogramm (bis maximal 1.500 Kilogramm) ohne Gabelstapler oder zutun von Manipulatoren bewegt werden müssen, und diese automatisch und definiert an einer Übergabestelle aufgenommen oder abgegeben werden sollen. Bei der Übergabe kommuniziert der HUSKi aktiv mit der Prozessmaschine und leitet den Übergabeprozess ein. Er richtet seine eigene Position zur Übergabestelle sicher ein und richtet außerdem den Warenträger selbstständig aus und gibt diesen definiert ab. Durch die verbauten Sensoren ist es dem Wagen dabei möglich, auch verschiedene Warenträgergrößen zu befördern.
Im Zusammenspiel mit der Intelligenz des Schleppers (gilt für alle Schlepperfabrikate) transportiert der HUSKi seine Waren passgenau und zeitlich optimiert durch die Fabrik, jederzeit anpassbar und abgestimmt auf die Bedürfnisse der Produktion. Das erhöht nicht nur die Effizienz der Fertigung sondern minimiert auch Lagerflächen innerhalb der Fertigung und ist entsprechend ressourcenschonender und nachhaltiger als starre Logistiksysteme. Der Wagen erhält seine Energie vom Schlepper mittels 24-Volt-Steckverbindung und muss somit nicht gesondert geladen werden. Seine energiesparende Infrastruktur belastet die Batterie des Schleppers dabei nur marginal. Mit der Skalierbarkeit in Größe und Gewicht kann sich der Wagen jeglichem Arbeitsumfeld anpassen und kann auch Spezialaufgaben übernehmen.
In Vergleich zu Konkurrenzprodukten ist die wichtigste Innovation des HUSKi, dass er kontaktlos, automatisiert und selbsttätig Waren großer Tonnagen bis 1.5 Tonnen Gewicht übergeben kann, dabei immer abgestimmt auf die Anforderungen der Fertigung reagiert und im Zusammenspiel mit dem Schlepper autonome Intralogistik im Großgütersektor ermöglicht. Zusätzlich ist seine große Variabilität in den zu transportierenden Waren und -trägern eine Neuerung. Seine integrierte Intelligenz und die damit verbundenen Kommunikation mit Prozessmaschinen ist einzigartig.
Der Routenzug ist in der Intralogistik nicht wegzudenken und auch nicht durch aktuelle Produkte zu ersetzen. Rollenbahnen versperren oft den Weg. Ziel der Intralogistikbranche ist es jedoch schon lange, eine staplerfreie dabei jedoch flexible Produktion zu gewährleisten. Mit dem HUSKi ist dieser Traum nun ein Schritt näher gerückt. Bis zum Jahr 2025 sehen Experten im Intralogistiksektor ein Wachstum von mindestens 30 Prozent. Zielgruppen sind vor allem Firmen, die schon jetzt den Routenzug einsetzen oder aktuell Gabelstapler verwenden und sich das Ziel einer autonomen und flexiblen Intralogistik gesetzt haben. Weiterhin sind Zielkunden für den HUSKi Firmen, die Produktionsvorgänge haben, welche schädlich für den Menschen sind, beispielsweise durch den Einsatz von hochenergetischen Strahlungen, oder menschenfeindlichen Atmosphären.
Mit dem Einsatz des HUSKi kann der Kunde automatisiert und kontaktlos große Lasten transportieren und übergeben. Reparaturen an mechanischen Anschlägen oder Positionierhilfen werden obsolet. Zusätzlich entfällt bei der Übergabe der Lasten an eine Prozessmaschine der Einweiser für den Staplerfahrer, im Fall der autonomen Nutzung auch der Staplerfahrer selbst. Durch den intelligenten Einsatz des autonomen Routenzuges mit automatisierter Übergabe von Großgütern werden Lagerkapazitäten verringert.
dem HUSKi präsentiert die H+E Produktentwicklung eine Lösung, um große Güter manuell, halbautomatisch oder autonom zu transportieren und automatisch an den gewünschten Ort, zum Beispiel entlang einer Produktions- oder Montagelinie, zu bringen.
Die Lösung wurde während der IFOY DAYS mit einem manuell bedienten Schlepper demonstriert. Zur genauen Positionierung an den Aufnahmestationen ist der Schlepper mit einem Laserpointer ausgestattet und es wurden Linien auf dem Boden markiert.
Die Positionierung des HUSKi erfordert etwas Können. Die korrekte Position wird durch zwei Lichtschranken überprüft; eine am HUSKi und eine an der Übergabestation. Stehen sich die Zellen korrekt gegenüber, werden die Kontrollanzeigen auf dem Schlepper-Display grün und die Übertragung kann beginnen.
Auf dem Touch-Display wählt der Bediener den gewünschten Vorgang aus. Nach Meinung des Test-Teams sind die Piktogramme nicht immer intuitiv. Der Hersteller hat bereits eine Änderung angedacht.
Sobald die Aufgabe ausgewählt ist, kann die Übergabe aktiviert werden. Dazu muss sich der Bediener umdrehen und die Taste auf der Rückseite des Schleppers kann gedrückt werden. Da der Bediener umgedreht auf dem Schlepper steht, hat er die Übergabe im Blick und kann im Notfall schnell eingreifen.
Während der Übergabe kommuniziert der HUSKi aktiv mit der Prozessmaschine. Im autonomen Modus findet der HUSKi selbstständig und sicher seine Position und richtet den Warenträger automatisch aus, bevor die Ware in der vordefinierten Weise übergeben wird.
Bei Bedarf oder Notwendigkeit zum Beispiel, um einen reibungslosen Prozessablauf in der Kette zu gewährleisten, überprüfen eingebaute Sensoren, ob die Last mittig auf dem HUSKi positioniert ist.
Das System ist markenunabhängig. In Kombination mit der Intelligenz des Schleppers transportiert der HUSKi seine Waren präzise. Das System ist individualisierbar und kann an die spezielle Bedürfnisse angepasst werden. Zum Beispiel sind die Übergabestationen mobil und können leicht umplatziert werden. Die Lastführung ist ebenfalls anpassbar.
Der Anhänger wird von die Zugmaschine über eine 24V-Steckverbindung mit Energie versorgt. Eine Ladefunktion ist daher nicht erforderlich. Der Energieverbrauch ist so gering, dass auch die Batterie des Schleppers nur minimal belastet wird.
Routenzüge sind aus der Intralogistik nicht mehr wegzudenken. Allerdings ist die Kapazität bestehender Systeme oft begrenzt. HUSKi bietet eine Lösung, um Gewichte von über 500 bis 1.500 Kilogramm ohne Hilfe von Manipulatoren zu bewegen. Einzigartig ist die integrierte Intelligenz und die damit verbundene Kommunikation mit Prozessmaschinen. Eine intuitivere Bedienung des Displays wäre nach Ansicht des IFOY Test-Teams wünschenswert.
Die Neuentwicklung HUSKi von der H+E Produktentwicklung GmbH ist neben den Standard-Palettengrößen auch optional für größere, sperrige Güter entwickelt worden. Mit der individuellen Skalierbarkeit ist der HUSKi flexibel für spezielle Marktbereiche von Bedeutung und kann für seine möglichen Gütergrößen auch eine Alternative zum Staplereinsatz sein.
Das präsentierte Gerät lässt eine Funktionalität zur automatischen oder manuellen Be- und Entladung von Übergabestellen zu. Durch die kontaktlosen Sensoren zur Positionserfassung gegenüber der Übergabestelle ist ein einfacher, transparenter und vor allem sicherer Betrieb für den Kunden möglich. Weiterhin unterstützt wird die Positionierung durch optische Informationen für den Fahrer. Damit wird ein innerbetriebliches Umschlagen von Gütern außerhalb der Standardgrößen einfach möglich.
Das grundsätzliche Prinzip des HUSKi ist aus logistischen Lösungen für standardisierte Palettengrößen bekannt und wurde hier auf eine skalierbare Plattform mit Nutzmassen bis 1.500 kg neu umgesetzt. Die kontaktlose Sensorik erfasst den Abstand sowie den Winkel des HUSKi gegenüber der Übergabestation. Durch Schnittstellen wird die Korrektheit der angefahrenen Position überwacht, eine Fehlbelieferung ausgeschlossen. Die neu umgesetzte Kopplung zum Bedienpanel am Zugfahrzeug erlaubt ein effizientes Arbeiten. Mithilfe von Bodenmarkierungen und ein optisches vom Zugfahrzeug ausgehendes Laserkreuz erleichtert zusätzlich ein sicheres und schnelles Positionieren des Routenzugs.
Die technische Umsetzung des HUSKI erscheint in hervorragender Ausführung. Mit robust ausgeführten mechanischen Komponenten, wie Rollenbahn, Rahmen und Fahrwerk ist eine lange Betriebsdauer zu erwarten. Die Funktionalität ist intuitiv leicht nachzuvollziehen, sodass der Bediener ohne langwierige Eingewöhnung den HUSKi nutzen kann.
| Funktionalität / Art der Umsetzung | ++ |
| Neuheit / Innovation | Ø |
| Kundennutzen | + |
| Marktrelevanz | Ø |
| ++ sehr gut / + gut / Ø ausgeglichen / − weniger / −− nicht vorhanden | |
Quellennachweis für Bilder/Videos: H+E Produktentwicklung GmbH
Finalisten durchlaufen im Rahmen des IFOY Audit, das im Rahmen des TEST CAMP INTRALOGISTICS stattfindet, das dreistufige IFOY Audit. Dieses besteht aus dem wissenschaftlichem IFOY Innovation Check, dem IFOY Test und dem Jurytest.
In den Statuten sind die Grundwerte und die Standards des IFOY AWARD festgelegt, nach denen die Organisation handelt. Dazu gehören unter anderem Gremien, Wahlomodus, Bewertungskriterien sowie der Code of Conduct.
Der International Intralogistics and Forklift Truck of the Year verfügt über drei Gremien: Jury, Träger und Fachbeirat.