Routenzug mit LTX 50 & autom. Be- und Entladung

STILL GmbH

Mit dem automatisierten Routenzug von STILL wird erstmalig die automatisierte Fahrt mit dem automatisierten Lasthandling in der Produktionsversorgung verbunden. Er zeichnet sich durch hohe Prozesssicherheit, einfache Bedienung sowie durch geringe Implementierungskosten aus.

Produktname und Firma

Routenzug mit LTX 50 & autom. Be- und Entladung – STILL GmbH

Kategorie

Special of the Year

Beschreibung

Der automatisierte LiftRunner mit LTX 50 ist eine innovative Routenzuglösung, mit dem STILL einen unterbrechungsfreien automatisierten Warenfluss bis ans Produktionsband realisiert und so die taktgesteuerte Belieferung von Produktionslinien noch wirtschaftlicher als bisher gestaltet. Die Lösung kann vor allem für die Ver- und Entsorgung der Produktion im dualen Betrieb, für das automatisierte Lasthandling und für den Streckentransport eingesetzt werden. Als Routenzug zieht der zukunftsweisende Elektroschlepper LTX 50 Anhänger mit einem Gesamtgewicht von bis zu 5.000 Kilogramm spursicher durch Produktionsanlagen. Der Warentransport sowie das Lasthandling erfolgen mit den LiftRunner-Rahmen, auf dem sich eine Fördertechnik in Form von zwei elektrisch angetriebener Rollenbahnen befindet. Für die Lastübergabe wird der automatisierte Rahmen vor eine kompatible Übergabestation gefahren. Zwei Sensoren sorgen dafür, dass sich der LiftRunner-Rahmen durch Absenken und Positionieren mit der Übergabestation verbindet. Die Übergabestationen erhalten Energie und Information vom Rahmen und müssen daher nicht in die IT Struktur des Unternehmens eingebunden werden. Dank Lasernavigation kann bis auf einen Zentrimeter Genauigkeit positioniert werden. Der Be- oder Entladevorgang startet durch die Freigabe der Fördertechnik. Ein weiterer Sensor beendet den Fördervorgang und stellt dabei sicher, dass eine vollständige Be- beziehungsweise Entladung erfolgt ist.

Innovationen

Die wichtigste Innovation des automatisierten LiftRunners mit LTX 50 besteht in der Kombination des automatisierten Fahrens und des automatisierten Lasthandlings für unterschiedliche Behältergrößen. Bisher war entweder nur das automatisierte Fahren oder das automatisierte Lasthandling möglich, jedoch keine Kombination aus beidem. Die neue Lösung ermöglicht zum einen die automatisierte Fahrt zu unterschiedlichen Haltepunkten, zum anderen die automatisierte Entladung der Rahmen, die systemseitig initiiert wird. STILL eröffnet seinen Kunden mit dem automatisierten LiftRunner und den Übergabestationen noch weitere neue Möglichkeiten. Beim manuellen Routenzugeinsatz war das Lastgewicht auf circa 500 Kilogramm je Anhänger limitiert, da die Last mithilfe von Muskelkraft vom Trolley herunter- beziehungsweise herausgeschoben werden musste. Jetzt können jedoch auch Lasten von bis zu 1.200 Kilogramm pro Rahmen zur Produktion gebracht werden.

Marktrelevanz

Der Routenzug lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt nicht durch andere Transportlösungen ersetzen. Er stellt die einzige Lösung dar, die gebündelte Transporte abbilden kann. Zudem gibt es auf dem Markt keine vergleichbaren automatisierten Routenzüge, die sowohl eine automatisierte Fahrt als auch ein automatisiertes Lasthandling ermöglichen. Deshalb setzt der vollautomatisierte Routenzug von STILL neue Maßstäbe, da diese Kombination mit der von STILL entwickelten Lösung realisiert werden kann. Die Marktnachfrage nach automatisierten Transportlösungen ist sehr hoch und schnell wachsend. Der Markt für diese Fahrzeuge wird voraussichtlich bis 2025 um rund 30 Prozent wachsen. Vor allem die Automobilindustrie zeigt großes Interesse an dieser Lösung. Die Zielgruppe sind Unternehmen, die zum einen Routenzüge einsetzen, die überwiegend schwere Lasten bewegen müssen, oder Firmen, die ihre Mitarbeiter bei der Arbeit entlasten möchten.

Kundennutzen

Der automatisierte LiftRunner mit LTX 50 ermöglicht den Kunden eine effiziente und schlanke Produktionsversorgung. Gleichzeitig hilft er den Kunden das innerbetriebliches Verkehrsaufkommen zu reduzieren. Durch diese Lösung wird der vollautomatisierte Materialfluss vom Lager bis zum Verbauort in Verbindung mit gebündeltem Transport möglich. Zudem können auch schwere Lasten in die Routenzugversorgung der Produktion eingebunden werden. Die hohe Prozessstabilität und -sicherheit sorgen zusätzlich für hohe Qualität und Fehlerfreiheit.

Testbericht

Intralogistische Prozesse werden zunehmend vollständig oder teilweise automatisiert. Mit der Kombination aus LiftRunner und LTX 50 Traktor präsentiert Still eine Lösung, die erstmals sowohl den Transport als auch das Lasthandling vollautomatisch übernimmt.

Der serienmäßige Elektroschlepper LTX 50 mit einer maximalen Zugkraft von 5.000 kg ist mit Automatisierungskomponenten der KION-Schwester Dematic ausgestattet. Auffälligstes Merkmal ist der an der Vorderseite des Staplers angebrachte Automatisierungsbogen, der alle notwendigen Komponenten wie Lasernavigation, WLAN, speicherprogrammierbare Steuerungen und zwei Sick-Scanner integriert. Die KION Option Box, kurz KOB genannt, ist unter der Haube montiert. Die KOB ermöglicht eine einfache Kommunikation mit der Steuerungseinheit des Fahrzeugs.

Ein großer Vorteil dieser Kombination ist, dass die Prozesse – wenn gewünscht – auch manuell durchgeführt werden können. Neben der für den IFOY AWARD nominierten vollautomatischen Lösung ist eine Variante erhältlich, bei der nur der Transport automatisiert wird und das Handling manuell erfolgt. Bei einer weiteren Variante wird das Lasthandling automatisch übernommen und der Transport erfolgt manuell.

Die automatisierten Ablade- und Abholplätze benötigen keine eigenen Stromversorgungen. Die Rollenbahn an diesen Haltestellen wird von den Anhängern des Zuges angetrieben, die dazu mit 24 Volt-Kontakten ausgestattet sind. Sobald sich der Anhänger an der richtigen Position befindet und absenkt, wird der Kontakt hergestellt und die Rollenbahn beginnt sich zu drehen. Datenfotozellen ermöglichen die Kommunikation zwischen den Anhängern und den stationären Rollenbahnen. Dadurch wird die Flexibilität der Lösung deutlich erhöht. Das System zeichnet sich auch durch seine Einfachheit und die relativ geringe Investition aus.

Da das Lasthandling jetzt auch automatisiert ist, können schwerere Lasten als bisher bewegt werden. War das Gewicht der Ladung bisher auf ca. 500 kg begrenzt, können nun Lasten mit einem Gewicht von 1.200 kg pro Anhänger problemlos transportiert werden.

Die Sicherheit wird durch die SPS-Steuerung und die Sick-Sensoren im Automatisierungsbogen gewährleistet. Darüber zeigen LED-Leuchten im Lichtbogen an, wenn Aktivitäten durch die Kombination ausgeführt werden. Zudem ist der Truck mit einem BlueSpot ausgestattet, der nur funktioniert, wenn tatsächlich gefahren wird. Die Bündelung der Transporte reduziert die Intensität des internen Transports, was eindeutig der Sicherheit zugute kommt.

Während der IFOY Testwoche zeigte der Still LTX mit LiftRunner einen reibungslosen Transport im rekonstruierten praktischen Aufbau. Es gibt zwei Aufnahme-/Ablieferpositionen ohne externen Stromanschluss und der Traktor ist mit zwei Anhängern ausgestattet. In der Praxis hat sich gezeigt, dass der theoretische Betrieb reibungslos verläuft. Das Heben und Fördern von Lasten durch unbemannten Transport ist reibungslos und kontrolliert.

IFOY Testfazit

Still LiftRunner mit LTX ermöglicht es, sowohl den Transport als auch das Lasthandling vollautomatisch durchzuführen. Das System ist skalierbar, leicht anpassbar und kann teilweise manuell betrieben werden. Die Lösung ist ideal für z.B. die Ver- und Entsorgung von Produktionslinien oder andere sich wiederholende Tätigkeiten. Durch die vollständige Automatisierung dieser Prozesse erhöhen sich Zuverlässigkeit und Sicherheit, während Transport und Handling wirtschaftlicher erfolgen.

 

IFOY Innovation Check

Marktrelevanz

Routenzugsysteme setzen sich seit einigen Jahren, ausgehend aus der Automobilindustrie, in immer mehr Branchen durch. Studien zeigen, dass ein höherer Automatisierungsgrad gewünscht ist, aber derzeit eine überwiegende Mehrheit der Systeme weitgehend manuell betrieben wird. Eine Automatisierung ergibt erst dann Sinn, wenn diese durchgehend ist. Das vorgestellte System realisiert dies und öffnet damit den Weg zur nächsten Generation vollständig automatisierter Routenzugsysteme.

Kundennutzen

Automatisierte Systeme mit manuellem Lastwechsel eröffnen nicht das ganze Kosteneinsparungspotenzial von Routenzugsystemen. Die durchgängige Automatisierung erlaubt hier zumindest für Paletten und Großladungsträger einen kompletten Verzicht auf menschliche Eingriffe während der Materialversorgung. Die Einfachheit der dezentralen Lastübergaben erlaubt diese flexibel einzusetzen und auch zu verändern

Neuheitsgrad

Automatisch verfahrende Schlepper sind als Technologiezwilling von Fahrerlosen Transportsystemen (FTS) bekannt, wenn auch noch nicht sehr weit verbreitet. Bisher lohnt sich der Einsatz nur bei großen Entfernungen vom Materiallager zur Produktion. Der Systemgedanke von automatisierter Lastübergabe und automatisiertem Fahren ist in dieser Kombination eine Innovation, die auf evolutionäre Weise einen zusätzlichen Nutzen in der Produktionsversorgung stiftet und dennoch den verkehrsreduzierenden Gedanken von Sammeltransporten weiterhin erlaubt.

Funktionalität / Art der Umsetzung

Das System ist intelligent aufgebaut, vor allem durch die vergleichsweise komplexen, aber betriebssicheren Anhänger und die sehr einfach aufgebauten und komplett auf eigene Versorgung verzichtenden dezentralen Lastübergabestellen.

Funktionalität  / Art der Umsetzung++
Neuheit / Innovation+
Kundennutzen+
Marktrelevanz++
++ sehr gut / + gut / Ø ausgeglichen / − weniger / −− nicht vorhanden
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Quellennachweis für Bilder/Videos: STILL GmbH

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