IFOY Audit
Finalisten durchlaufen im Rahmen des IFOY Audit, das im Rahmen des TEST CAMP INTRALOGISTICS stattfindet, das dreistufige IFOY Audit. Dieses besteht aus dem wissenschaftlichem IFOY Innovation Check, dem IFOY Test und dem Jurytest.
CARGOMETER bietet Frachtvermessung „on-the-fly“ am fahrenden Gabelstapler: Abmessungen, Gewicht und Barcode (2D-Codes) der Packstücke werden direkt beim Durchfahren des Ladetors erfasst und digitalisiert an das Kundensystem übergeben. Gegenüber einer stationären Vermessung oder jener per Hand bleibt der Arbeitsfluss ohne Stopps erhalten. Die innovative Lösung zur Frachtvermessung ermöglicht eine korrekte Verrechnung des Frachtraumes und die Optimierung der Flottenauslastung.
Produktname und Firma
CARGOMETER – Frachtvermessung „on-the-fly“ – CARGOMETER GmbH
Kategorie
Intralogistics Software


Wie empirische Studien zeigen, werden in der Stückgutlogistik mehr als 15% aller transportierten Paletten in zu niedrige Tarifgruppen eingeordnet. Dadurch entgehen den europäischen Stückgutspeditionen jedes Jahr 2,4 Milliarden Euro. Das Grundproblem: Stückgutspeditionen vermessen ihre Frachtgüter nur selten, weil bestehende Messsysteme einen künstlichen Flaschenhals in den Umschlagterminals verursachen. Wenn es um die Verrechnung ihrer wertvollsten Ressource – des Frachtraums – geht, vertraut die ganze Branche auf Schätzwerte.
Cargometer entwickelt vollautomatische Systeme zur Frachtdigitalisierung ohne störende Eingriffe in bestehende Logistikprozesse. Hauptinnovationen von Cargometer sind die „on-the-fly“ Vermessung und Verwiegung am fahrenden Gabelstapler und der Ort der Messung: die Verladetore der Umschlagterminals – hier muss jede Palette durch. Damit ermöglicht Cargometer optimierte Logistikprozesse und eine korrekte Verrechnung des Frachtraums.
Die leistungsfähige CargometerSoftware verarbeitet die von kostengünstigen Tiefenbildsensoren erstellten niedrigauflösenden Einzelbilder jeder Messfahrt zu einem hochauflösenden 3D-Modell:
Cargometer basiert auf kostengünstiger Hardware, die eine Sensorinstallation an allen Verladetoren und Gabelstaplern eines Umschlagterminals ermöglicht. Der Messvorgang beeinträchtigt weder den Arbeitsablauf im Terminal (keine Zeitverluste, keine Umwege), noch benötigt das System Platz für Anfahrtswege und Messeinheiten, noch erfordert seine Bedienung zusätzlichen Personalaufwand.
Im Gegensatz dazu verwenden bisher übliche technische Lösungsansätze teure Laser-Scanner und benötigen entweder ruhende, freistehende Messobjekte oder eine gleichmäßige Bewegung auf einem Förderband. Beide Varianten sind für den schnellen Warenumschlag im Stückgutumschlag nicht geeignet und verursachen einen künstlichen Flaschenhals im Umschlagterminal.
Die softwaretechnische Innovation von Cargometer liegt in der gemeinsamen Messung von Ladung und Transportmittel, die algorithmisch getrennt werden und in der Bewältigung der Bewegungskomponente, wobei die sequenziellen Tiefenbilder jeder Messfahrt zur Auflösungssteigerung zeitlich und räumlich kombiniert werden. Zudem bewirken der Messaufbau und die Bewegung des Objektes durch den Messbereich, dass die Sensoren aus verschiedenen Blickwinkeln auf das Objekt sehen. Schlussendlich ermöglicht der Scan-in-Motion Algorithmus das vollautomatisierte Lesen eines zweidimensionalen Barcodes und damit die Zuordnung der Packstücknummer zur Volumen- und Gewichtsmessung.
Mit Cargometer wird der bisherige Nachteil der Bewegung zum mess- und prozesstechnischen Vorteil.
In den 28 EU-Ländern werden jährlich 540 Millionen Tonnen Stückgut über rund 4.000 operative Standorte mit etwa 80.000 Ladetoren bewegt. Nach Schätzungen der Experten des Fraunhofer SCS liegt der Stückgutumsatz in Europa bei 47,5 Milliarden Euro. Wie empirische Studien zeigen, werden in der Stückgutlogistik mehr als 15% aller transportierten Paletten in zu niedrige Tarifgruppen eingeordnet. Dies führt zu einem durchschnittlichen Umsatzverlust in einer Größenordnung von 5%, was einem Gewinnsteigerungspotenzial von knapp 2,4 MIlliarden Euro entspricht und bei einer branchenüblichen Marge von 3 bis 5% eine Verdoppelung des Gewinns bedeutet.
Die Daten des Cragometer-Systems sind über die korrekte Verrechnung hinaus fundamentale Grundlage für die Digitalisierung und Big-Data-Analysen, sprich die Logistik 4.0. Mit exakten, digitalen Frachtdaten kann die Auslastung der LKW ermittelt, das Transportnetzwerk optimiert und die Flottenauslastung erhöht werden, wodurch sich Fuhrpark-, Treibstoff- und Personalkosten vermindern. Die Frachtdigitalisierung führt erstmalig zu transparenten Transportprozesse, effektiven Kontrollmöglichkeiten und einer Minimierung von Lieferverzögerungen, sprich zu höherer Qualität, zu mehr Kundenzufriedenheit und zur Verbesserung der Umweltbilanz.
Über den Stückgutmarkt hinaus sind Lagerlogistik, Kontraktlogistik, Luftfracht oder das Monitoring der Beladung von Containern zur Auslastungsoptimierung bereits als weitere Märkte der Frachtvermessung „on-the-fly“ identifiziert.
Cargometer ist eine innovative und kostengünstige Lösung zur Frachtvermessung, die Ladegut direkt am fahrenden Gabelstapler „on-the-fly“ vermessen kann. Gegenüber der derzeit üblichen stationären Vermessung oder jener per Hand bietet Cargometer klare Vorteile für Logistiker:
Cargometer ist das weltweit erste Messsystem, das die Ladung direkt auf dem Gabelstapler während der Fahrt misst und wiegt. Abmessungen, Gewicht und 2D-Codes werden unmittelbar nach dem Passieren des Ladetors registriert und in digitaler Form erfasst. Im Vergleich zu einer stationären oder manuellen Messung bedeutet dies eine enorme Zeitersparnis.
Bei einer Fahrgeschwindigkeit von 10 km/h werden die zu be- und entladenden Lasten identifiziert und gewogen. Technisch kann das System auch Lasten verarbeiten, die mit einer höheren Fahrgeschwindigkeit passieren. Es bleibt abzuwarten, ob dies in der Praxis wünschenswert bzw. notwendig ist.
Für die Messung werden zwei Time-of-Flight IR-Kameras eingesetzt. Dies ist ausreichend, da die Last on-the-fly gemessen wird. Wäre dies nicht der Fall, müssten 3 Kameras verwendet werden. Die Kameras nehmen 30 niedrig aufgelöste Bilder pro Sekunde auf. Diese werden dann kombiniert und mit der leistungsstarken Software in ein hochauflösendes 3D-Modell der Last umgewandelt. Das System ist sehr genau; die Abweichung bei der Volumenbestimmung beträgt +/- 3 cm.
Da die Time-of-Flight-Kameras hoch montiert sind, ist das System unempfindlich gegen Staub und Beschädigungen. Um eine genaue Messung zu erreichen, ist ein etwas größerer Abstand zwischen der Last und dem Boden erforderlich. Im Falle des IFOY Setups beträgt dieser Abstand ca. 20 cm.
Die Wiegeeinheit auf dem Stapler – beim IFOY Prüfstand einem RAVAS-System – ist so optimiert, dass die Last nicht stillstehen muss, um eine genaue Verwiegung zu erreichen. Die Abweichung des Gewichts beträgt +/- 5 kg.
Während der IFOY Test Days wurde das System erstmals in Kombination mit 2D-Codes gezeigt. Barcodes können nicht gescannt werden. Das System benötigt pro Messung ca. eine Minute Verarbeitungszeit. Die verschiedenen Messungen werden durch das Cargometer-System über die Leerfahrten in und aus dem imaginären Truck/Container getrennt.
Alle gemessenen und gewogenen Werte können im Cargometer-Cockpit eingesehen werden. Pro Sitzung ist ersichtlich, ob die Paletten gemischt oder einheitlich sind. Von jeder Last, die das Messtor passiert hat, sind auch Fotos und Videos verfügbar. Die gesammelten Informationen können für zahlreiche Zwecke verwendet werden, wie z.B. für Schulungen und Kundeninformationen. Es kann auch ein PDF mit allen gewünschten Informationen erzeugt werden.
Das System ist für Lasten mit einer Größe von 1,50 x 1,50 x 2,00 Metern geeignet. Eine spezielle XL-Variante misst Lasten bis zu 1,80 x 2,00 x 2,40 Metern. In diesem Fall ist die Abweichung etwas größer.
Ein leistungsfähiger Server reicht aus, um Daten von bis zu fünf Docktüren zu verarbeiten..
Der Cargometer misst und wiegt die Ware „on-the-fly“, an einem Ort, durch den jede Palette ohnehin durchlaufen muss: den Toren des Lagers oder des Distributionszentrums. Wertvolle Informationen sind schnell und einfach verfügbar, eine korrekte Rechnungsstellung und Garantie ist gewährleistet. Die Lösung bietet Vorteile für zahlreiche Anwendungen.
CARGOMETER ist eine Lösung zur 3D‑Objektvermessung, die das Ladegut auf dem Lastaufnahmemittel eines fahrenden Flurförderzeuges „im Vorbeifahren“ erfassen und diese Bilddaten in Messergebnisse umwandeln kann. Die Erfassung erfolgt mit zwei Kameras, die beispielsweise an einem Hallentor oder einem separaten Portal befestigt sein können. Eine Gewichtserfassung in den Gabelzinken ergänzt das Spektrum. Mit einer zusätzlichen Kamera kann die Erfassung der Paletten-ID erfolgen, so dass die Messdaten nahtlos digital weiterverarbeitet werden können. CARGOMETER bietet bereits gut organisierten Betrieben so die Möglichkeit zur Steigerung ihres Ertrages durch korrekte Tarifermittlung sowie die Verbesserung ihrer Prozesse. Entscheidend ist, dass Cargometer nicht den erzielbaren Durchsatz beim Be‑ und Entladen begrenzt. Der Lösung ist eine gute Marktrelevanz zuzuschreiben.
Der Produktnutzen wird sofort offensichtlich, wenn man die durch falsche Tarifauswahl Verluste in Höhe von 5% der heute tarifierten Frachtraten zugrunde legt. Mit diesen zusätzlichen Einnahmen lassen sich die Kosten für CARGOMETER überkompensieren. Darüber hinaus schafft die Onlineerfassung der Ladungsdimensionen die Voraussetzung zur besseren Ausnutzung des Laderaumes, wenn durch geplante Kombination und Sequenzierung von messtechnisch erfassten Ladegütern eine höhere Ladungsdichte auf den LKW erreicht werden kann. Zusätzlich können diese Daten auch den Prozessoptimierungen bei Verladung und Umschlag zu Gute kommen, wenn es um die Stellplatzoptimierung in der Ladehalle geht.
Technologisch sind Time-of-Flight Kameras zur Bilderfassung und der nachfolgenden Messwertbestimmung aus anderen Branchen aber auch aus Anwendungen in der Logistik bekannt, z.B. die 3D‑Vermessung bewegter Objekte auf Stetigförderern aus Sortieranlagen. Konkret im Markt für Flurförderzeuge ist jedoch eine Lösung für das Messen von Ladungen auf einem fahrenden Flurförderzeug neu und innovativ, wenn man insbesondere den großflächigen Erfassungsbereich im Format eines Ladetores oder vergleichbarer Portale sowie die zulässige Durchfahrtgeschwindigkeit von bis zu 10 km/h in die Betrachtung aufnimmt.
Im Test hat Lösung eine gute Funktion unter Beweis gestellt. Auch die Durchfahrt mit höheren Geschwindigkeiten als die garantierten 10 km/h, die bei der Ergebnisspeicherung genauso wie Farb- und Schwarz-Weiß-Fotografien gespeichert werden, sind mit der Erfassungs- und Auswertesoftware möglich. Die Kameragehäuse hinterlassen einen stabilen und industrietauglichen Eindruck. Die Darstellung der Ergebnisse und die Bedienbarkeit der Software konnten im Test überzeugen.
| Funktionalität / Art der Umsetzung | + |
| Neuheit / Innovation | ++ |
| Kundennutzen | ++ |
| Marktrelevanz | + |
| ++ sehr gut / + gut / Ø ausgeglichen / − weniger / −− nicht vorhanden | |
Quellennachweis für Bilder/Videos: CARGOMETER GmbH
Finalisten durchlaufen im Rahmen des IFOY Audit, das im Rahmen des TEST CAMP INTRALOGISTICS stattfindet, das dreistufige IFOY Audit. Dieses besteht aus dem wissenschaftlichem IFOY Innovation Check, dem IFOY Test und dem Jurytest.
In den Statuten sind die Grundwerte und die Standards des IFOY AWARD festgelegt, nach denen die Organisation handelt. Dazu gehören unter anderem Gremien, Wahlomodus, Bewertungskriterien sowie der Code of Conduct.
Der International Intralogistics and Forklift Truck of the Year verfügt über drei Gremien: Jury, Träger und Fachbeirat.