IFOY Audit
Finalisten durchlaufen im Rahmen des IFOY Audit, das im Rahmen des TEST CAMP INTRALOGISTICS stattfindet, das dreistufige IFOY Audit. Dieses besteht aus dem wissenschaftlichem IFOY Innovation Check, dem IFOY Test und dem Jurytest.
Wegard Trail ist der erste Routenzug, der autonom elektronisch gelenkte Achsen verwendet, die für beste Spurtreue bei allen Fahrmanövern sorgt. Durch die perfekte Spurtreue wird der Verkehrsflächenbedarf im Lager oder der Produktion minimal und die Sicherheit maximal. Da die Achsen vollkommen autark sind und keinerlei Lenkinformation von den weiteren Anhängern benötigen, können die Anhänger frei und ohne jegliche Einschränkungen gestaltet werden. Unterschiedliche Anhängertypen und -längen können in einem Routenzug kombiniert werden. Erstmals sind Fahrmanöver wie seitwärts Einparken, Rangieren und Rückwärtsfahren mit einem Routenzugsystem möglich, wodurch die Grundlage für die weitere Automatisierung von Routenzugsystemen gelegt ist.
Produktname und Firma
Wegard Trail – Wegard GmbH
Kategorie
Warehouse Truck „lowlifter“






Die Basis des Routenzuges Wegard Trail ist die autonom elektrische Lenkung der einzelnen Achsen. Diese nutzt nur Sensorinformationen, die direkt an der Achse gemessen werden. Dadurch müssen keine Lenkinformationen mechanisch, hydraulisch und auch nicht elektrisch über die Anhänger geleitet und bei der konstruktiven Gestaltung der Lastmodule berücksichtigt werden. Außerdem ist keine zentrale Steuerung notwendig, die die Nutzung eines speziellen Schleppers voraussetzt.
Durch die modulare Konstruktion des Anhängers in Last- und Achsmodul kann der Kunde seinen Routenzug anforderungsspezifisch aus verschiedenen Anhängertypen zusammenstellen. Selbst die Kombination von kurzen und langen Anhängern in einem Routenzug ist möglich.
Der innovative Lenkalgorithmus sorgt für die beste Spurtreue bei allen Fahrmanövern, die aktuell von Routenzügen am Markt erreicht wird. Dadurch ist der Flächenbedarf minimal und die Sicherheit im Betrieb erhöht. Ermöglicht wird auch das seitliche Einparken, Rangieren und Rückwärtsfahren – Fahrmanöver die insbesondere für die Automatisierung von Routenzügen wichtig sind. So kann die Position an einer automatischen Beladestation sehr genau korrigiert werden oder rückwärts aus einem Fahrstuhl manövriert werden. Die für die Lenkung verwendete Elektronik lässt sich leicht für weitere Sicherheits-, Überwachungs- oder Automatisierungsaufgaben nutzen.
Für die elektronische Lenkung der Achsen werden nur Sensorinformationen, die an der jeweiligen Achse selbst gemessen werden, verwendet. Die Achsen funktionieren somit autonom, können mit verschiedenen Anhängern kombiniert werden und benötigen keinen speziell ausgestatteten Schlepper.
Der neuartige Lenkalgorithmus sorgt für die höchste Spurtreue bei allen Fahrmanövern. Dadurch ist der benötigte Flächenbedarf minimal und die Sicherheit im Betrieb erhöht.
Erstmals sind Fahrmanöver bei Routenzügen möglich, wie seitlich Einparken, Rangieren und Rückwärtsfahren.
Die in den einzelnen Achsen befindliche Elektronik für die Lenkung bildet die Basis für die kundenspezifische Integration von Automatisierungslösungen.
Durch die autonom elektronische Lenkung können alle bisher benötigten mechanischen Bauteile für die Übertragung der Lenkinformation von der Vorder- an die Hinterachse eingespart werden. Dadurch können die Lastmodule frei gestaltet werden. Es sind weniger verschleißanfällige Bauteile nötig. Das System kann zu einem attraktiven Preis angeboten werden.
Routenzugsysteme haben sich in den letzten Jahren insbesondere im Produktionsumfeld etabliert. Vielfach wurde die Versorgung der Arbeitsplätze von Staplern auf Routenzüge umgestellt, die zu einer Verringerung des Verkehrs beitragen. Zunehmend wird dies auch von kleineren Unternehmen aufgegriffen, so dass mit einem weiteren Markwachstum von derzeit etwa 80 Millionen Euro pro Jahr zu rechnen ist. Darüber hinaus ist von Kundenseite eine verstärkte Nachfrage nach Automatisierungslösungen rund um den Routenzug festzustellen. Dies reicht von einer automatisierten Be- und Entladung, über Sicherheits- und Monitoringaufgaben bis hin zum vollautomatischen Routenzug. Derartige Systeme erfordern in besonderem Maße eine hohe Spurtreue und genaue Manövrierbarkeit.
Weniger Verkehrsflächenbedarf durch höchste Spurtreue und Wendigkeit
Höhere Sicherheit im Betrieb durch höchste Spurtreue
Einsetzbar in bisher nicht befahrbaren Umgebungen durch nun mögliche Fahrmanöver, wie Rückwärtsfahren und seitliches Rangieren
Freie Kombination von Anhängern zu einem Routenzugsystem
Freie Wahl des Schleppers
Basis für weitere Automatisierungslösungen
Geringer Wartungsaufwand durch Verzicht auf mechanische Komponenten zur Übertragung der Lenkinformationen
| Es handelt sich um ein | Vollständig neues Modell |
| Datum der Markteinführung | 01.10.2017 |
| Konkurrenzprodukte | k. A. |
| Sonderausstattung IFOY Testgerät |
| Antriebsart | Elektro |
| Hubgewicht max. | 1000 kg |
| Eigengewicht | 150 kg |
| Fahrgeschwindigkeit ohne Last | 12 km/h |
| Hubgeschwindigkeit ohne Last | 0,01 m/s |
| Hubhöhe max. | 40 mm |
In Zusammenarbeit mit der Universität Hamburg entwickelte Wegard den Wegard Trail, ein elektronisches Lenksystem für das spurtreue Folgen von Anhängern in einem Routenzugkonzept. Nach Ansicht der Initiatoren bieten die existierenden mechanischen Systeme nicht in allen Situationen eine spurtreue Lösung. Der Wegard soll eine zuverlässigere und universell einsetzbare Alternative bieten.
Dank seiner modularen Achse kann das System an alle aktuellen und zukünftigen Anhänger mit einer Transportkapazität von bis zu 1.000 kg pro Anhänger angeschlossen werden. Die Achse arbeitet völlig autonom, eine Kommunikation mit dem Zugfahrzeug (oder anderen Systemen) ist nicht erforderlich.
Alle notwendigen Informationen für das Fahrverhalten der Anhänger werden an der Achse selbst gemessen. Dazu sind drei Sensoren installiert, die die linke und rechte Radbewegung sowie den Lenkwinkel ermitteln. Mit Hilfe eines Algorithmus wird die genaue Position der vorderen und hinteren Deichselpunkte berechnet. Aus diesen Werten errechnet das System schließlich die zu fahrende Route, die mit einer Abweichung von 3 bis 4 cm gefahren wird.
Während der Testfahrt mit dem Wegard Trail erweist sich das System als sehr spurstabil. Die in Hannover während der Test Days getestete Nullserie erfordert allerdings noch eine Feinabstimmung. So führen zu scharfe Kurvenfahrten (über 75 bis 80 Grad) zum Beispiel zu Fehlern oder Kabelbrüchen. Außerdem ist das Fahren im Rückwärtsgang sowie Querparken nicht möglich.
Wegard entwickelt deshalb zurzeit eine neue Version des Wegard Trail. Mit diesem neuen Modell sind die derzeitigen Schwachstellen nach Herstellerangaben gelöst und Kurven bis zu 90 Grad können problemlos gefahren werden. Mit Hilfe eines Tablets soll es dann auch möglich sein, rückwärts zu fahren und seitlich zu positionieren (für einfaches Be- und Entladen der Ware). Die neue Implementierung wird im März dieses Jahres erwartet.
Ein weiterer Vorteil der elektronischen Lösung ist, dass diese bei bestimmten Anhängern, wie zum Beispiel den A-Rahmen, im Vergleich zu mechanischen Systemen weniger wartungsanfällige Komponenten benötigt. Preislich liegt das System auf dem Niveau vergleichbarer mechanischer Lösungen.
Es stellt sich die Frage, wie viel Bedarf für das elektronische System besteht. Nach Ansicht des Testteams folgen bestehende mechanische Systeme dem Test-Team in den allermeisten Fällen mehr als adäquat.
Der Wegard Trail ermöglicht es, der Schlepperspur mit fast allen Anhängertypen zu folgen. Die Genauigkeit ist bemerkenswert und dürfte sich in der nächsten Generation noch verbessern. Bemerkenswert ist der einfache Anschluss ohne Datenkabel. Dies gilt auch für die vielversprechenden (zukünftigen) Möglichkeiten des automatischen Reversierens und Einparkens.
Nach wie vor existiert eine große Verbreitung bei der Nutzung von Routenzügen zur Versorgung von Produktionsprozessen. Auch wenn diese Form der Versorgungstransporte zunehmend durch Einzeltransporte mit kostengünstigen FTF eine Konkurrenz erfährt, ist sie auf langen Strecken und bei hoher Versorgungsfrequenz nach wie vor im Vorteil. Dies begründet sich einerseits auf der geringeren Kapazitätsbelastung der Verkehrsflächen und andererseits auf der Effizienz der Bündelung von Transporten zu größeren Einheiten.
Die Lösung Wegard Trail ist konsequent auf das Problem der Spurtreue von Routenzuganhängern ausgerichtet. Deshalb ist dieser Lösung eine gute Marktrelevanz zuzuschreiben, wenngleich nicht alle Anwender von Routenzügen in gleichem Maße vom Problem der abweichenden Spurtreue betroffen sind, sofern die Fahrwege und die Routenzuganhänger in gutem Zustand gehalten werden.
Die einzelnen Routenzuganhänger sind beim Wegard Trail mechanisch einfacher und können insbesondere jeder für sich einfach auf veränderte Geometrie, also insbesondere die veränderte Länge des Lastträgers zwischen Anhängepunkt und Lenkachse, parametriert werden. Dies eröffnet eine deutlich bessere Anpassungsfähigkeit gegenüber mechanischen Lenkkopplungen.
Eine weitere nutzbringende Funktion stellt die Möglichkeit zur Seitwärtsbewegung des Routenzuges im Winkel von max. 40 Grad gegenüber der gestreckten Geradeausfahrt dar. Damit ist das seitliche Anfahren von Übergabepositionen zur Lastaufnahme und -abgabe möglich. Die dafür notwendigen flächenbeweglichen Schleppfahrzeuge sind heutzutage aber noch nicht am Markt verfügbar. Nur im Bereich der Fahrerlosen Transportfahrzeuge sind flächenbewegliche Fahrzeuge verbreitet.
Die elektrische Lenkung von Routenzuganhängern mit autarker Lenkwinkelerfassung ist neu und sehr innovativ. Das System zeigt sehr gut das Potenzial zur Gestaltung elektrischer Lenkantriebe, um Spurtreue und Manövrierfähigkeit von Routenzügen zu erhöhen. Die konsequente Ausrichtung auf für sich abgeschlossene Einheiten von Anhängern erhöhen die Flexibilität bei der Anwendung in der Praxis.
Abweichungen von der Spurtreue bei Routenzuganhängern werden einerseits ausgelöst durch die Fahrbahn selbst, wenn Verschmutzungen zu veränderten Haftbeiwerten oder Blockierungen führen oder Unebenheiten vorliegen. Aber auch die Abnutzung oder die Überbeanspruchung von Komponenten der Lenkung führen zur Spurabweichung der Anhänger. Dabei ist jedoch zu berücksichtigen, dass auch bei dem System Wegard Trail, das keine fortlaufende Kalibrierung der Lenkwinkeleinstellung im Betrieb aufweist und sich nur beim Einschalten im getreckten Zustand des Routenzugs richtig zueinander ausrichtet, Lenkwinkelabweichungen durch Verschmutzungen auf der Fahrbahn und die daraus resultierenden Abweichungen bei der Odometrie entstehen. Dies konnte auch im Fahrttest beobachtet werden.
| Funktionalität / Art der Umsetzung | + |
| Neuheit / Innovation | ++ |
| Kundennutzen | + |
| Marktrelevanz | + |
| ++ sehr gut / + gut / Ø ausgeglichen / − weniger / −− nicht vorhanden | |
Quellennachweis für Bilder/Videos: Wegard GmbH
Finalisten durchlaufen im Rahmen des IFOY Audit, das im Rahmen des TEST CAMP INTRALOGISTICS stattfindet, das dreistufige IFOY Audit. Dieses besteht aus dem wissenschaftlichem IFOY Innovation Check, dem IFOY Test und dem Jurytest.
In den Statuten sind die Grundwerte und die Standards des IFOY AWARD festgelegt, nach denen die Organisation handelt. Dazu gehören unter anderem Gremien, Wahlomodus, Bewertungskriterien sowie der Code of Conduct.
Der International Intralogistics and Forklift Truck of the Year verfügt über drei Gremien: Jury, Träger und Fachbeirat.