IFOY Audit
Finalisten durchlaufen im Rahmen des IFOY Audit, das im Rahmen des TEST CAMP INTRALOGISTICS stattfindet, das dreistufige IFOY Audit. Dieses besteht aus dem wissenschaftlichem IFOY Innovation Check, dem IFOY Test und dem Jurytest.
Produktname und Firma
EFG S40 – Jungheinrich
Kategorie
Counter Balanced Truck

Mit den neuen Elektro-Gabelstaplern der S-Linie als besonderer Bestandteil der neuen EFG Baureihe 5 hat Jungheinrich das Technologiekonzept „Pure Energy“ über die 48-und 80-V-Motoren in den Tragfähigkeitsklassen von 3,5 bis 5,0 Tonnen ausgedehnt. Durch „Pure Energy“ wird eine Reduzierung des Energieverbrauchs um 20 % realisiert (im Vergleich zum Vorgängermodell). Dadurch ist es in dieser Klasse zum ersten Mal möglich, zwei Schichten mit einer Batterieladung zu realisieren.
Mit der Einführung der S-Linie werden zwei wichtige Kundenanforderungen erfüllt:
Mit dem für Jungheinrich typischen Fokus auf einen fahrerorientierten Arbeitsplatz ist auch die Ergonomie gestaltet: Intuitiv einstellbare Bedienelemente und vielfältige Ablagen erleichtern die tägliche Arbeit.
Abgerundet wird die Baureihe 5 mit dem seitlichen Batteriewechselsystem „SnapFit“. SnapFit gewährleistet einen sicheren, einfachen und schnellen Batteriewechsel.
Pure Energy Technologiepaket
Pure Energy besteht aus drei Komponenten. Der Drehstromtechnik der aktuell 4. Generation, der Kompaktelektronik und der Kompakthydraulik. Die aktuelle Drehstromtechnik optimiert die Abstimmung von Hard- und Software und bringt diese auf ein neues Wirkungsgradoptimum. Das Ergebnis ist die höchste Umschlagleistung bei geringstem Verbrauch und der Zweischichteinsatz mit einer Batterieladung.
Parameterlenkung
Die Parameterlenkung macht die Lenkunterstützung vom Fahrprogramm abhängig. Bei niedrigen Geschwindigkeiten ist die Unterstützung durch die elektrische Lenkung hoch – der Fahrer benötigt weniger Lenkradbewegungen. Bei höheren Geschwindigkeiten nimmt die Lenkunterstützung ab. Die Vorteile sind:
S-Linie
Durch die Einführung der Drehstromtechnik bei Elektrogegengewichtsstaplern werden diese immer stärker für den Außeneinsatz und – vor allem in Europa – als Alternative zu verbrennungsmotorischen Staplern eingesetzt. Zudem werden Einsätze immer spezifischer und damit auch Anbaugeräte immer genauer auf Einsätze abgestimmt. Die S-Linie bietet hierfür das notwendige Leistungsspektrum, das Kunden für schwere Innen- und Außeneinsätze oder auch aufwendige Anbaugeräte brauchen.
Energieeinsparung von mindestens 20% zum Vorgängermodell
Neben höchster Umschlagleistung bei geringstem Verbrauch (gemäß Vergleichstest Andersom Testing) wollte man zum ersten Mal in der Klasse der 3,5 bis 5-t-Fahrzeuge einen Zweischichteinsatz mit einer Batterieladung – also ohne Batteriewechsel – realisieren.
Anpassung an sich verändernde Markt-/Kundenanforderungen
Ein weiteres Hauptziel des Entwicklungsprojektes war die Anpassung der Baureihe auf die sich wandelnden Marktgegebenheiten. Durch a) die Verschärfung von Abgasgesetzgebungen, b) Kundenanforderungen nach geringeren Carbon Footprints und c) günstigeren Total Cost of Operations werden Elektrogegengewichtsstapler immer häufiger für Einsatzfälle in Betracht gezogen, die bis dato den klassischen Diesel-/Treibgasstaplern vorbehalten waren. Dies verlangt nach Flexibilität hinsichtlich der Anbaugeräte und nach Fahrzeugeigenschaften, die verstärkt für den Außeneinsatz optimiert sind. All dies wurde mit der S- Linie realisiert.
Seitliches Batteriemanagement mit SnapFit
Der schnelle Batteriezugang mit handelsüblichen Niederhubfahrzeugen ist die am häufigsten geäußerte Kundenanforderung für die Batteriehandhabung. Die bis dato bei den EFG-Baureihen 2, 3 und 4 dafür etablierte SnapFit-Systematik für den Batteriewechsel wurde nun auch in der Baureihe 5 umgesetzt.
Die Hauptvorteile für den Nutzer sind ein Gewinn an Wirtschaftlichkeit, Sicherheit und Ergonomie.
Die neue EFG-Baureihe 5 verbessert die Energieeffizienz und Umschlagleistung. Durch den dadurch möglichen Zweischichteinsatz mit einer Batterieladung und die damit verbundenen niedrigeren Total Cost of Operations reduzieren sich die laufenden Kosten und steigert sich die Wirtschaftlichkeit.
Durch den Batteriewechsel mit SnapFit, den sehr guten Sichtverhältnissen und den verschiedensten Assistenzsysteme ist das Fahrzeug für ein hohes Maß an Sicherheit ausgelegt.
Aufgrund der stufenlos und intuitiv einstellbaren Bedienelemente (Armlehne, Lenkrad), der vielfältigen Ablagen und einer Platz sparenden Lenksäule ermöglicht der EFG der Baureihe 5 dem Fahrer ein ermüdungsfreies und komfortables Arbeiten.
| Es handelt sich um ein | Vollständig neues Modell |
| Datum der Markteinführung | 11.04.2013 |
| Konkurrenzprodukte | Linde E40/600HL Still RX60-40/600 Toyota 7FBMF40 |
| Sonderausstattung IFOY Testgerät |
|
| Antriebsart | Elektro |
| Hubgewicht max. | 4000 (@ 600mm) kg |
| Eigengewicht | 7176 kg |
| Fahrgeschwindigkeit ohne Last | 16,6 km/h |
| Hubgeschwindigkeit ohne Last | 0,45 m/s |
| Hubhöhe max. | 7180 mm |
Im Sommer 2013 hat Jungheinrich sein Staplerprogramm um eine Serie speziell für den harten Einsatz erweitert. Die S-Serie zählt insgesamt drei Elektromodelle und einen Verbrenner für den Einsatz mit Anbaugeräte oder besonders tiefe Lasten. Die Elektroserie ist als 3-, 4- und 5-Tonner lieferbar, die Diesel- und Treibgasstapler lediglich als 5-Tonner. Bei allen Modellen der S-Serie liegt das Lastzentrum nicht auf 500 mm, sondern auf 600 mm. Nominiert für den IFOY-Award ist der EFG S40s.
Die kräftige Erscheinung aller S-Serien-Geräte fällt sofort ins Auge. Sowohl die Vorderachse als auch die Hinterachse ist breiter als üblich und verleiht dem Stapler eine breite „Schulter“. Etwas gewöhnungsbedürftig ist es, die zusätzliche Breite durch den Testparcour zu führen, da der Fahrer die Hinterachse nicht überblicken kann.
Der Arbeitsplatz des EFG S40s ist im Wesentlichen identisch mit der des kleineren EFG-Modells. Der Kabineneinstieg ist geringfügig höher als der anderer Stapler in diesem Segment, aber geräumig und komfortabel genug, um leicht und sicher ein- und auszusteigen. Die graue Farbe des Anti-Rutsch-Gitters ist gut sichtbar und zahlt auf die Sicherheit ein. Der Fußraum der Bodenfläche ist geräumig und frei von Hindernissen. Sowohl Gas- als auch Bremspedal sind in einer guten Höhe und Distanz positioniert.
Während der Arbeit mit dem Jungheinrich EFG S40s wird deutlich, dass dieser kraftvolle Elektrostapler aus der gleichen Familie kommt. Die elektrische Lenkung ist genau und sehr gut vorhersehbar. Neu ist das Parameter Steering, ein Feature das abhängig vom gewählten Fahrprogramm die Lenkung des Staplers anpasst. Hauptvorteil ist eine präzise und bei jeder Geschwindigkeit leicht zu bedienende Lenkung. Die Lenksäule kann mit einem Hebel in Höhe und Neigungswinkel verstellt werden. Die automatische Parkbremse funktioniert angenehm und einwandfrei. Auch die Mastbedienung funktioniert wie erwartet. Die Genauigkeit der einzelnen Solo-Pilot Hebel ist präzise und die Geschwindigkeiten sind in Ordnung.
Mit einer Spitzengeschwindigkeit von 16,4 km/h fährt der Teststapler sowohl mit und ohne Last schnell genug um beherrschbar zu bleiben. Die Bremskraft am Antriebsmotor ist abhängig vom gewählten Fahrmodus und fast immer so dosiert, wie es der Fahrer erwartet. Dank des neuen „Pure Energy“-Konzeptes kann Jungheinrich mit einer zusätzlichen Energieeinsparung aufwarten, die ohne zu Lasten der Produktivität stattfindet. Bei maximalen Einstellungen (Drive Mode 5) liegt die Produktivität geringfügig (2,3 %) unter den leistungsstarken 5-Tonnern, während der Energieverbrauch satte 42 % niedriger ist. Im Energiesparmodus (Drive Mode 3) liegt der Verbrauch sogar 48 Prozent niedriger. Damit ist die Batterie (930 Ah) beim EFG S40s fast für zwei Schichten ausreichend.
Mit der extra Leistung in der S-Serie macht Jungheinrich, beim Handling tiefer und hoher Lasten, einen großen Schritt nach vorn. Der Stapler ist robust und qualitativ hochwertig verarbeitet. Im Fahrverhalten ist er sehr berechenbar und ruhig, überdies sehr sparsam. Die Produktivität ist wettbewerbsfähig. Vorteilhaft für einen schnellen Akkuwechsel ist die große Seitentür.
| Hard facts | Test Truck IFOY Test | Average other trucks | Value 1 to 10 | |
| Productivity Max mode | 293 | 297 | Pallets p. 8 hrs | 7 |
| Productivity Eco mode | 280 | 280 | Pallets p. 8 hrs | 7 |
| Energy level Max mode | 23.2 | 35 | kWh 100 plts | 9 |
| Energy level Eco mode | 21.6 | 26 | kWh 100 plts | 9 |
| Driving speed with load | 16.36 | 18.02 | km/hr | |
| Lifting speed with load | 38.86 | 38.5 | cm/sec | |
| Acceleration speed | 9.6 | 9.2 | time for 27,2 meters | |
| Averages soft facts | IFOY Test | |||
| First impression | 8.60 | |||
| Load Safety | 9.00 | |||
| Entry to truck | 7.71 | |||
| Seat & Sit position | 8.67 | |||
| Legg Space | 8.00 | |||
| Activate truck | 8.50 | |||
| Hydraulics | 8.50 | |||
| Steering | 8.57 | |||
| Sight | 7.50 | |||
| Driving acceleration | 7.80 | |||
| Driving braking | 8.67 | |||
| Driving & Turning | 8.00 | |||
| Parking truck | 7.86 | |||
| Safety elements | 8.25 | |||
| General after test | 8.75 | |||
| Sustainability | 8.00 | |||
| Totals | ||||
| Total average soft facts | 8.27 | |||
| Total productivity | 7.00 | |||
| Total Energy consumption | 9.00 | |||
| Total result all facts | 8.14 | |||
Die Idee der Firma Jungheinrich besteht darin, eine höhere Energieeinsparung durch die Kombination verschiedener Maßnahmen zu erzielen und damit erstmals in der spezifischen Fahrzeugklasse eine so hohe Betriebsdauer zu erreichen, dass innerhalb von zwei Schichten kein Batteriewechsel erforderlich wird. Außerdem soll durch eine angepasste Lenkkraftunterstützung die Ergonomie des Flurförderzeuges gesteigert werden.
Die Firma Jungheinrich hat zur Umsetzung der Idee, eines energiesparenden Flurförderzeuges, verschiedene existierende Technologien weiterentwickelt und so miteinander kombiniert, dass die mit der Idee verbundenen Ziele erreicht werden konnten. Für die angepasste Lenkkraftunterstützung hat Jungheinrich eine Technologie adaptiert und vergleichbar zur geschwindigkeitsabhängigen Lenkkraftregelung, aus dem Straßenfahrzeugbau die elektrische Lenkung des EFG S40 mit einer solchen Funktion ausgestattet.
Laut Angaben von Jungheinrich führt die Kombination von drei technischen Elementen in ihrer weiterentwickelten Form zum Erreichen einer Energieeinsparung von mindestens 20 Prozent im Vergleich zum Vorgängermodell. Dieses Technologiekonzept wird von Jungheinrich als „Pure Energy“ bezeichnet. Zu diesem Konzept gehört die bereits in 4. Generation in den Flurförderzeugen verwendete Drehstromtechnik, woraus aber bereits deutlich wird, dass es sich hier um eine bereits eingeführte Technologie handelt, die weiterentwickelt wurde. Die zwei weiteren Konzeptelemente werden als Kompaktsteuerung sowie als Kompakthydraulikaggregat bezeichnet. Elektrische Elemente, wie Leistungsschalter oder Rechner zur Steuerung- und Regelung der Fahr- und Hubfunktionen, wurden zu integrierten Ansteuerungsmodulen konkret für diesen Typ Flurförderzeug zusammengefügt. Die hydraulischen Komponenten wurden ebenfalls entsprechend sorgfältig ausgewählt und angepasst. Mit diesem Vorgehen, das den Gegenentwurf zur Verwendung von allgemein verfügbaren Standardkomponenten darstellt, folgt Jungheinrich dem Trend der Funktionsintegration mit eingebetteten Systemen. Bei geeigneter Auslegung kann damit das Erreichen der beabsichtigten Effizienzsteigerungen unterstützt werden.
Zusammengenommen stellt Jungheinrich mit den drei Elementen zur Effizienzsteigerung, einen sehr interessanten Ansatz vor, dessen Wirksamkeit sich in den erzielbaren Kennwerten für Verbrauch und Betriebsdauer niederschlagen kann. Dies wird in den jeweiligen Testkategorien nachzuweisen sein. Bei den eingesetzten Teilinnovationen, handelt es sich um bekannte Konzepte, die in dieser Kombination und Ausführung eine innovative Weiterentwicklung für die betrachtete Fahrzeugklasse darstellen.
Die adaptive Lenkung stellt eine konsequente Übertragung, des aus Straßenfahrzeugen bekannten Assistenzsystems, für den Anwendungsbereich der Flurförderzeuge dar.
| Funktionalität / Art der Umsetzung | ++ |
| Neuheit / Innovation | ++ |
| Kundennutzen | ++ |
| Marktrelevanz | ++ |
| ++ sehr gut / + gut / Ø ausgeglichen / − weniger / −− nicht vorhanden | |
Quellennachweis für Bilder/Videos: Jungheinrich AG
Finalisten durchlaufen im Rahmen des IFOY Audit, das im Rahmen des TEST CAMP INTRALOGISTICS stattfindet, das dreistufige IFOY Audit. Dieses besteht aus dem wissenschaftlichem IFOY Innovation Check, dem IFOY Test und dem Jurytest.
In den Statuten sind die Grundwerte und die Standards des IFOY AWARD festgelegt, nach denen die Organisation handelt. Dazu gehören unter anderem Gremien, Wahlomodus, Bewertungskriterien sowie der Code of Conduct.
Der International Intralogistics and Forklift Truck of the Year verfügt über drei Gremien: Jury, Träger und Fachbeirat.