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IFOY START-UP OF THE YEAR

BOX ID ProcessGuard

BOX ID Systems 

Durch einen innovativen realtime IoT-Ansatz ermöglicht die BOX ID ProcessGuard erstmals fehlhandlungssichere Kommissioniervorgänge und optimiert zudem Transportbehälterkreisläufe. Sie vereint IoT-basierte Behälterverfolgung mit einer Echtzeit-Scan-Lösung zur fehlerfreien Kommissionierung. Die Lösung kann flexibel an ERP/EWM-Systeme angebunden werden und stellt eine de-facto fehlerfreie Ausführung der Prozesse in Kommissionierung und Versand sicher. Massive Einsparungen und verbesserte Kundenzufriedenheit sind Schlüsselvorteile. Zudem reduziert die Lösung den ökologischen Fußabdruck durch eine optimale Behälterrotation und die Minimierung von Fehlsendungen und Retouren.

Produktname und Firma

BOX ID ProcessGuard – BOX ID SYSTEMS

Kategorie

IFOY START-UP OF THE YEAR

IFOY AUDIT

9. – 10. April 2024

Beschreibung

Die BOX ID ProcessGuard ist eine innovative Scan-Lösung für den Warenversand in der Distributionslogistik. Sie überwacht durch aktive IoT-Technologie zum einen die Zirkulation von Mehrwegtransportbehältern über das Distributionsnetzwerk hinweg und stellt deren optimale Rotation sicher. Zum anderen kombiniert die Lösung ergonomische Scan-Technologie mit einer Echtzeit-Feedbackschleife zum ERP-System des Kunden, um die Kommissionierung fehlhandlungssicher zu machen und den gesamten Transportprozess im Hinblick auf Konformität zur Systemsicht zu überwachen.
Über einen automatisierten Abgleich unter Berücksichtigung festgelegter Prozesslogiken kann eine korrekte Zuordnung sichergestellt und jegliche Fehler im Versand vermieden werden. Das System ist dabei in der Lage die gescannten Informationen in Echtzeit mit den Soll-Zuordnungen abzugleichen und den Mitarbeitern Feedback in Echtzeit (ca. 200 ms) zu geben.
Die Scan-Lösung überwacht den gesamten Prozess der Beladung von Waren und Packstücken auf verschiedene Transportmittel wie Rollcontainer, Systempaletten, Paletten und andere Ladungsträger, die im Versandprozess verwendet werden. Dies erfolgt durch das Scannen von Barcodes auf den Packstücken und Waren sowie QR-Codes auf den Transportmitteln. Über die in diesen Codes enthaltenen IDs werden die geplanten Zielorte für Waren und Behälter aus dem Kunden-ERP abgefragt.

Innovationen

Die wichtigsten Innovationen und Neuerungen im BOX ID ProcessGuard im Vergleich zu bisherigen Produkten auf dem Markt sind:

  • Proaktive Vermeidung von Human Errors: Menschliche Fehler in der Lieferkette verursachen erhebliche Kosten durch falsch gelieferte Waren, Fehlzustellungen und dadurch resultierende Retouren. Das System sorgt hier für einen Echtzeitabgleich zwischen dem virtuellen Soll-Prozess gemäß ERP/EWM und den tatsächlichen Ist-Handlungen der Mitarbeiter (via Scandaten) und der IST-Behälterbewegungen (via IoT-Tracking). Es eliminiert dadurch Fehler bei der Beladung und beim Transport proaktiv durch eine Echtzeit-Feedbackschleife.
  • Echtzeitrückmeldung an die Mitarbeiter und Fehlhandlungssicherheit: Das BOX ID Cloud-System ist so aufgebaut, dass die Überprüfung und Übermittlung des Feedbacks auf einzelne Arbeitsschritte in Echtzeit (hier: maximal 200 ms) erfolgen kann. Dem Mitarbeiter wird dabei zu jedem Arbeitsschritt bei Beladung und Tourenzuordnung der Behälter unmittelbar audio-visuelle Rückmeldung über das zum Scannen verwendete Mobilgeräte gegeben. Bei Fehlern wird die Fortführung unterbunden und Korrektur eingefordert, sodass tatsächliche Fehlhandlungssicherheit erreicht wird.
  • Flexible Integration mit ERP/EWM-System und vorhandener Scaninfrastruktur: Das vorliegende System ist cloudbasiert und weist eine flexible Schnittstelle sowohl zu ERP/EWM-Systemen (u.a. für SAP-EWM, S&P SHC) als auch zu vorhandener Scan-Infrastruktur auf (u.a. für ProGlove, Zebra, Standard EPCIS) und kann so schnell und aufwandsarm integriert und in Betrieb genommen werden. Eine End-to-End-Verfolgung der Prozesse ist damit sichergestellt.
Marktrelevanz

Die Zielgruppe der BOX ID Lösung umfasst alle Unternehmen mit Versandlogistik, welche die Robustheit und Effizienz ihrer Prozesse verbessern möchten. Hier ermöglicht die Lösung die Betriebskosten zu senken, die Kundenzufriedenheit zu steigern und die Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen.

  • Einzelhandel: Einzelhandelsunternehmen, die in großem Umfang Waren versenden, können stark von dieser Lösung profitieren. Sie müssen sicherstellen, dass die korrekten Produkte termingerecht beim Kunden ankommen, um die Kundenzufriedenheit zu gewährleisten.
  • Industrie: Produzierende Unternehmen, die ihre Produkte an Kunden oder Händler liefern, benötigen eine zuverlässige Versandlösung, um robuste Lieferketten sicherzustellen und Produktionsausfälle zu vermeiden.
  • Großhändler: Großhändler, die große Mengen an Waren an Einzelhandelsunternehmen oder andere Kunden liefern, sind ebenso Zielgruppe. Sie sind auf eine reibungslose Logistik angewiesen, um ihren Kunden den bestmöglichen Service zu bieten.
  • Logistikdienstleister (3PL): Unternehmen, die Warehousing und Auslieferung von Waren als Dienstleistung anbieten, sind eine weitere wichtige Zielgruppe. Effiziente Lieferkettenprozesse sind für ihren Erfolg von entscheidender Bedeutung.

Durch die flexible Systemarchitektur der BOX ID Lösung kann sie aufwandsarm und effektiv in die durchaus sehr unterschiedlichen ERP/EWM-Landschaften der vorgenannten Branchen integriert werden.

Kundennutzen

Die Hauptvorteile des BOX ID ProcessGuard betreffen vor allem die Effizienz und Robustheit des Warenversands:

  • Fehlerminimierung im Versand auf null Fehler: Das System reduziert menschlichen Fehler auf praktisch null. Durch den automatisierten Abgleich der Scandaten mit den Soll-Zuordnungen aus dem ERP-System wird sichergestellt, dass Packstücke, Waren und Transportmittel korrekt zugeordnet werden. Dies minimiert Fehler, die zu teuren Retouren, Verzögerungen und unzufriedenen Kunden führen können.
  • Positive Einbindung der Mitarbeiter: Das System gibt den Mitarbeitenden im Versand Echtzeit-Feedback über Handhelds oder Wearables. Sie können Fehler somit sofort korrigieren, was die Prozesseffizienz steigert und durch die ergonomische Integration in den Prozess die Akzeptanz bei den Mitarbeitern sicherstellt.
  • Flexible Integration in ERP/EWM-Systeme: Die Integration in das ERP-System des Kunden bietet den Vorteil einer nahtlosen Kommunikation und Datenkonsistenz in der gesamten Lieferkette. Die am Shopfloor erhobenen Informationen werden direkt mit den unternehmensweiten Daten synchronisiert.
  • End-to-End-Betrachtung: Das System bietet eine umfassende End-to-End-Betrachtung der Warenverfolgung auf Ladungsträgern. Dies beseitigt Lücken und Unsicherheiten in der Lieferkette, da der gesamte Prozess von der Kommissionierung bis zur Auslieferung bis hin zur Rückführung der Transportbehälter überwacht wird.
  • Hohe Kosteneinsparungen und extrem schneller Break-even der Investition: Jeder vermiedene Versandfehler verringert Retouren und Nacharbeit. Dadurch entstehen erhebliche Kosteneinsparungen im operativen Betrieb. Bisherige Kunden (u.a. mehrere Unternehmen der Würth Group) konnten eine Amortisation innerhalb der ersten zwölf Monate verzeichnen.
  • Umweltnutzen: Weniger Fehlsendungen und Rücksendungen bedeuten eine Reduzierung des Verpackungsmaterials und des Energieaufwands für den erneuten Versand. Ebenso wird eine maximale Rotation der Transportbehälter sichergestellt und Verschwendung durch deren Stillstand vermieden. Die Lösung trägt damit maßgeblich zur Verringerung des CO2-Fußabdrucks im Versandprozesses bei.
Gerätetyp

Schubmaststapler

Sonstige Informationen
Es handelt sich um ein vollständig neues Modell
Datum der Markteinführung 25.09.2023
Konkurrenzprodukte Linde R14 – R20
Jungheinrich ETV 214 – ETV 320
Toyota BT Reflex 1.4t – 2.0t
Technische Daten
Antrieb Elektro
Tragfähigkeit 1.400 – 2.000 kg
Eigengewicht Sitz
Fahrgeschwindigkeit ohne Last 14.0 km/h
Hubgeschwindigkeit ohne Last 0.80 m/s
Max.Hubhöhe 14.205 mm
Energieverbrauch nach VDI-Arbeitsspiel kWh/h

Testbericht

Im Behältermanagement sind KPI das A und O: Wie (optimal) wird der Behälter-Pool genutzt? Warum „drehen“ manche Behälter schneller als andere? Wie hoch ist die Fehlerrate? Wie oft verlassen Behälter die Wunschroute? Alle diese Fragen und ihre negative Beantwortung verursachen hohe Kosten. ProcessGuard von BOX ID überwacht den Behälterfluss, die Wartungsintervalle und die Umlaufzeiträume und sorgt so dafür, dass dem Unternehmen nicht mehr Kosten entstehen, als unbedingt notwendig.

Die BOX ID Systems GmbH wurde 2018 im Bereich Supply Chain Management gegründet und beschäftigt heute 20 Mitarbeitende. Das Unternehmen konzentriert sich auf das Thema Returnable Transport Packaging (Mehrwegverpackung), wie zum Beispiel Roll-Container, Großladungsträger, Flachglas-Racks oder Kegs (Mehrwegfässer).

Der erste Alleinstellungsmerkmal (USP #1) besteht in der Reduzierung des in Behältern gebundenen Kapitals oder, anders ausgedrückt, der Sichtbarkeit dieser oft teuren Ladungsträger durch Software. Als zweiter USP sind die kritischen Inhalte der Ladungsträger zu nennen: zeitkritische oder temperaturempfindliche Güter (Saatgut, Pharma), für die Schock- und Temperatursensoren bereitgestellt werden.

Für BOX ID ProcessGuard war die Würth-Tochter Fega & Schmitt Pilotkunde – ein Elektrogroßhandel mit 58 Standorten in Mittel- und Süddeutschland. Aber auch beim Fachgroßhandel Uni Elektro und der Lichtzentrale, einem Großhandel für Leuchtmittel und ebenfalls Teil der Würth-Gruppe, ist BOX ID ProcessGuard mittlerweile im Einsatz. Für alle drei Unternehmen, sowie grundsätzlich für Unternehmen der Branche, gilt: Die Prozesse, die an die Lieferung anschließen, und teilweise auch die vorausgehenden, sind fehleranfällig. Die Prozessüberwachungs-Software ProcessGuard ist in der Lage, Abweichungen unmittelbar zu erkennen und Echtzeit-Feedback zu geben, um einen Fehler im Moment seiner Entstehung oder so bald wie möglich zu korrigieren beziehungsweise sogar zu verhindern. Der Versandhandel soll mit BOX ID ProcessGuard durch den automatischen Abgleich der Daten des Scanners mit denen der Soll-Zuordnungen aus dem ERP-System menschliche Fehler auf null reduzieren können. Die Versandmitarbeiter erhalten dabei per Handheld (oder andere Wearables) Feedback in (nahezu) Echtzeit, sodass Fehler sofort korrigiert werden können. Dies wirkt sich unmittelbar kostensenkend aus, da jeder vermiedene Versandfehler Retouren wie Nacharbeit verringert.

BOX ID ProcessGuard kann zur IoT-basierten Behälterverfolgung mit einer Echtzeit-Scan-Lösung zur fehlerfreien Kommissionierung flexibel an ERP-/EWM-Systeme angebunden werden und gewährleistet laut Anbieter eine nahezu fehlerfreie Ausführung der Prozesse in Kommissionierung und Versand. Ein positiver Nebeneffekt: ProcessGuard reduziert den ökologischen Fußabdruck von Sendungen durch optimierte Behälterrotation und die Minimierung von Fehlsendungen und Retouren. Durch einen automatisierten Abgleich, bei dem der Trolley selbst sowie jeder Behälter/jedes Packstück darauf gescannt und mit dem Ladungsträger „verheiratet“ werden, kann eine korrekte Zuordnung sichergestellt und jegliche Fehler im Versand vermieden werden. Die Zeitspanne, die das System benötigt, um dem Mitarbeiter Informationen über den Abgleich seiner gescannten Informationen mit den Soll-Zuordnungen zu geben, beträgt gerade einmal 200 Millisekunden.

IFOY FAZIT

Leergut ist einer der meistunterschätzten Kostentreiber. Fehlen etwa Flachglasgestelle oder Sonderladungsträger für Türen oder Achsen im Automotive-Bereich, fallen erhebliche Kosten an. Entsprechend hoch ist der Nutzen einer Prozessüberwachung von Mehrwegbehältern in Echtzeit einzuschätzen.

Test Results

HARD FACTS TEST TRUCK IFOY TEST AVERAGE OTHER TRUCKS VALUE 1 to 10
Productivity Max mode (Pallets / 8h) 462 438 8
Productivity Eco mode (Pallets / 8 h) 443 395 8
Energy level Max mode (kWh / 100 plts) 5,64 6,85 8
Energy level Eco mode (kWh / 100 plts) 5,64 6,65 8
Driving speed with load (km/h) 15,25 12,55
Lifting speed with load (cm/s) 53,65 49,52
Sprint speed (time for 15 m) 5,8 6,3
TOTAL VALUE 1 to 10
Total average soft facts 8,28
Total productivity 8,00
Total energy consumption 8,00

IFOY INNOVATION CHECK

Funktionalität / Art der Umsetzung

Ziel des cloud-basierten Produkts ist die Überwachung beliebiger Prozesse, deren Ablauf über das Scannen von Strich-/Matrixcodes oder über Lokalisierungstechnologien verfolgt werden kann. Dafür müssen vom Anwender die Prozesse mittels endlichen Zustandsautomaten in einer Weboberfläche modelliert werden. Weiterhin müssen Stammdaten wie geografisch abgegrenzte Gebiete sowie Zuordnungen von Codes zu Ladungsträgern oder Artikeln eingefügt werden.

Anschließend überprüft das System automatisch, ob Ereignisse, die beim Scannen von Artikeln oder dem Bewegen von Ladungsträgern mit Lokalisierungssystem auftreten, mit den modellierten Prozessschritten übereinstimmen. Abweichungen von den Standardprozessen werden erkannt und gemeldet.

Neuheit / Innovation

Die Neuheit des Produkts beschränkt sich auf die Unabhängigkeit der Prozesskontrolle von den technischen Charakteristika der auftretenden Events. Es wird von einer breiten und simplen Kompatibilität mit verschiedensten Scan-Techniken sowie Lokalisierungslösungen gesprochen. Darüber hinaus ist keine Innovation zu erkennen, da Prozessmodellierung und -überwachung bereits in vielen ERP-Systemen möglich ist.

Kundennutzen

Der Kundennutzen besteht in der einfachen Implementierung und in der effektiven Vermeidung von Fehlern. Die Aufwände für die Inbetriebnahme beschränken sich auf das Koppeln der Cloud mit den Scan-/Trackinglösungen sowie das Einpflegen der Prozesse und Stammdaten. Dies kann zum überwiegenden Teil von den Anwendern intuitiv per Webinterface erledigt werden. Im Betrieb lassen sich laut BOX ID beispielsweise Routing-Fehler von Paketen zu annähernd 100 Prozent vermeiden, was hinsichtlich Effizienzgewinn und Einsparpotenzial bedeutend ist. Der versprochene ROI von 3 bis 9 Monaten erscheint plausibel.

Marktrelevanz

Aufgrund des geringen Implementierungsaufwands und des niedrigschwelligen „as-a-Service“-Preismodells ist die Gruppe möglicher Anwender sehr groß. Interessant ist das Produkt aber hauptsächlich für kleine Unternehmen mit wenig IT-Kompetenz, die kein ERP-System verwenden.

IFOY Fazit

Problemstellung, Zielsetzung und Umsetzung des Produkts sind sehr klar. Die einfache Implementierung spricht dafür, jedoch ist die Erfindungshöhe sehr gering – die Funktionalität ist leicht integrierbar in bestehende ERP-Systeme.

Funktionalität  / Art der UmsetzungØ
Neuheit / Innovation
Kundennutzen++
Marktrelevanz+
++ sehr gut / + gut / Ø ausgeglichen / – weniger / — nicht vorhanden

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