IFOY Audit
Finalisten durchlaufen im Rahmen des IFOY Audit, das im Rahmen des TEST CAMP INTRALOGISTICS stattfindet, das dreistufige IFOY Audit. Dieses besteht aus dem wissenschaftlichem IFOY Innovation Check, dem IFOY Test und dem Jurytest.
Die Zukunft der intelligenten Horizontalkommissionierung hat einen Namen: STILL iGo neo CX 20.Der weltweit erste autonome Horizontalkommissionier schließt die Lücke zwischen Robotik und Intralogistik. Das Fahrzeug verfügt über eine lasergestützte Umgebungserkennung, mit der die gesamte Lagertopologie erkannt wird. Neben Regalen oder Hindernissen erkennt das System den Bediener und andere Personen und kann sich dadurch unabhängig von individuellen örtlichen Gegebenheiten in den aktuellen Materialfluss einreihen. Den Schritt von der klassischen Automatisierung zum autonomen Betrieb bewältigt das Flurförderzeug ohne jede Voreinstellung, Infrastruktur oder externe Fernsteuerung und ist damit sofort einsatzbereit. Mit Hilfe seines sensorgestützten Sichtfeldes navigiert das Flurförderzeug in frei wählbarem Abstand zur Regalkontur und beachtet bei Hindernissen oder gegenüber anderen Fahrzeugen die Verkehrsregeln. Erstmalig ist damit eine sichere Konvoifahrt von autonomen und konventionellen Flurförderzeugen möglich. Mit seiner nur 80 Zentimeter schmalen Kontur und einer Nenntragfähigkeit von 2.000 kg, wird der iGo neo CX 20 zum flexiblen und autonomen Begleiter in jedem innerbetrieblichen Umfeld. Dank „Automation on Demand“ kann der Bediener jederzeit frei entscheiden, ob er das Fahrzeug manuell oder autonom einsetzen möchte. Dabei spielt es keine Rolle, ob der Bediener rechts, links oder beidseitig kommissioniert. Der iGo neo CX 20 bleibt stets ein Teamplayer auf Augenhöhe.
Produktname und Firma
iGo neo CX 20 – STILL
Kategorie
Warehouse Truck „lowlifter“

Die wichtigsten Innovationen des iGo neo CX 20 stecken in seiner Intelligenz. Dank seines 360 Grad sensorgestützten Sichtfeldes ist das Fahrzeug jederzeit in der Lage auf eine sich ändernde Umgebung zu reagieren. Dabei unterscheidet der iGo neo genau zwischen statischen und dynamischen Objekten sowie Personen. Auch das Erkennen seines Bediener erfolgt ohne Vorinstallation oder Fernbedienung. Dabei werden die Absichten des Bedieners anhand von dessen Bewegungen erkannt und machen den iGo neo CX 20 so zum ersten Kommissionierer mit kognitiven Fähigkeiten. Die 180 Grad-Panoramaerkennung des frontseitigen Laserscanners ermöglicht ein vorausschauendes Fahren und damit das frühzeitige Erkennen und intelligente Einschätzen von Hindernissen mit einem jederzeit angepassten, sanften Fahrverhalten. Beschädigungen der auf den Gabeln befindlichen Gebinde durch spontane Vollbremsungen gehören damit der Vergangenheit an. 250.000 Mal pro Sekunde wird die Umgebungssituation von den Sensoren aufgenommenen und die aktuelle Lagertopologie vom Rechner in Echtzeit interpretiert und verwertet.
Eine am Gerät angebrachte Optical Signal Unit signalisiert mit einer Art visuellem Pulsschlag sowie eines einfachen Lichtcodes den jeweils aktuellen Arbeitsmodus. Dieses neuartige, nonverbale, User Interface ermöglicht den Einsatz des Fahrzeuges über Sprach-, Kultur- und Altersgrenzen hinweg ohne jedes vorhergehende Training.
Das Hauptziel der Entwicklung des iGo neo CX 20 war es das Kommissionieren sowohl sicherer als auch effizienter zu gestalten und dabei gleichzeitig für eine Entlastung des Bedieners zu sorgen. Um dieses Ziel zu erreichen, wurde der Bediener in den Mittelpunkt der Entwicklung gestellt. Die Idee war, dem Bediener keinen klassischen Kommissionierer, sondern vielmehr einen intelligenten Teampartner, der ihm die Arbeit erleichtert, zur Seite zu stellen.
Sämtliche Aktivitäten, wie beispielsweise das Auf- und Absteigen sowie das Zurücklegen zusätzlicher Laufwege während des Kommissionierens sollten reduziert werden, um so ein ungehindertes und fehlerfreies Picking durch den Bediener zu ermöglichen.
Darüber hinaus galt es Personenunfälle sowie Gewaltschäden an den Fahrzeugen während des Kommissionierprozesses zu verhindern.
Auch die Bedienung des Fahrzeuges sollte einfach und intuitiv gestaltet werden. Dazu sollte das Fahrzeug alleine auf die Bewegungen des Bedieners reagieren, wodurch ein Fernbedienung oder andere Steuerungselemente überflüssig werden.
Um den Herausforderungen der Globalisierung gerecht zu werden, sollte die Kommunikation zwischen dem Bediener und dem iGo neo CX 20 möglichst intuitiv und sprachneutral gestaltet sein.
Zudem sollte die Implementierung in ein bereits bestehendes Lager möglichst flexibel und ohne jegliche Anpassung der Infrastruktur, wie beispielsweise die Installation von WLAN, Reflektoren oder RFID-Chips, möglich sein.
Die Vorteile des iGo neo CX 20 liegen in der bereitgestellten Intelligenz: Die lasergeschützte Umgebungserkennung kann sowohl statische- als auch dynamische Objekte sowie Personen in einem Umfeld von bis zu 15 m unterscheiden. Dadurch kann sich das autonom agierende Fahrzeug jederzeit flexibel an die aktuelle Umgebungssituation anpassen, so dass Gewalt- sowie Personenschäden minimiert werden.
Der iGo neo CX 20 unterstützt den Bediener während des Kommissionierens wie ein autonomer Teamkollege und sorgt zugleich für dessen Entlastung. So kann der Bediener den Abstand zwischen dem Regal und dem Fahrzeug jederzeit individuell an seine Bedürfnisse anpassen. Darüber hinaus kann der Bediener wählen, ob das Fahrzeug mittig der ersten oder der zweiten Palette anhalten soll. Damit ist ein ergonomisches Kommissionieren stets gewährleistet.
Der iGo neo CX 20 wird durch die Bewegungen seines Bedieners gesteuert und folgt diesem auf Schritt und Tritt, ganz gleich ob dieser links, rechts oder sogar mittig vom Fahrzeug kommissioniert. Dadurch werden Laufwege minimiert und das Auf- und Absteigen während des Kommissionierens um bis zu 75 Prozent reduziert. Gleichzeitig wird die Gesamtleistung des Kommissionierprozesses um bis zu 30 Prozent gesteigert.
Sämtliche Information werden sprachneutral über die am Heck befindliche LED-Signaleinheit sowie die Motiontracking-Sensoren dargestellt.
Durch das Aufsteigen auf das Fahrzeug kann der Bediener jederzeit in den manuellen Modus wechseln und sich eigenständig im Lager bewegen.
| Es handelt sich um ein | Vollständig neues Modell |
| Datum der Markteinführung | 01.07.2016 |
| Konkurrenzprodukte | Crown QuickPick Remote |
| Sonderausstattung IFOY Testgerät |
| Antriebsart | Elektro |
| Hubgewicht max. | 2000 kg |
| Eigengewicht | 1228 kg |
| Fahrgeschwindigkeit ohne Last | autonom 6,1; manuel 12,5 km/h |
| Hubgeschwindigkeit ohne Last | 0,2 m/s |
| Hubhöhe max. | 130 mm |
Anfang 2016 führte Still den ersten Roboter-Kommissionierer STILL iGo neo ein. Der iGo neo erkennt automatisch „seinen“ Kommissionierer. Dieser kann den Stapler auf Wunsch in Bewegung halten, ohne dass jeweils ein erneutes Aufsteigen erforderlich ist. Steigt der Operator vom Kommissionierer ab und drückt eine Taste an der Seite des Geräts, behält der iGo neo mit seinem 360º-Scanner seinen Operator „im Auge“. Geht der Kommissionierer zur nächsten Kommissionierstelle, dann folgt ihm der iGo neo automatisch und berücksichtigt dabei gleichzeitig den richtigen Abstand zum Regal sowie alle Hindernisse auf dem Weg. Bleibt der Operator stehen, dann stoppt der iGo neo neben ihm.
Der IFOY Test zeigt, dass die Einsparungen im Vergleich zum konventionellen Kommissionieren spektakulär sind.DeriGo neo ist in allen Test-Layouts effizienter und produktiver, sobald das Mitlauf-Prinzip genutzt wird. Das Test-Team erreichte ein Plus bis zu 47 Prozent. Dank der Dynamik mit der sich das Gerät zeitgleich zum Bediener bewegt, können die Vorteile voll ausgeschöpft werden. Dies zeigte auch eine insinuierte Idealfahrt mit einem zusätzlichen Bediener, der den Stapler immer genau an der richtigen Stelle für den Kommissionierer positionierte.
Der einschränkende Faktor ist nicht mehr der Stapler und seine Bedienung, sondern die Geschwindigkeit des Gehens.
Während der Arbeit fällt auf, dass der Still iGo neo alle Sicherheitsanforderungen im Auge hat. Er weicht aus und stoppt bei Bedarf, um Kollisionen zu vermeiden. Der Ende-Gang-Stopp funktioniert ebenso exakt, wie die Erkennung des Operators.
Mit der Fernbedienung, die der Operator am Oberarm trägt, kann den iGo neo angehalten oder geholt werden. Darüber hinaus kann man damit die Seite des Ganges wechseln oder eine vorprogrammierte Haltestelle wählen, damit der iGo neo die entsprechende Palette oder den Container automatisch anbietet und so Gehstrecken weiter minimiert werden.
Raum für Verbesserung bietet jedoch sowohl die Gestaltung als auch das Handling der Fernbedienung.
In Zukunft wäre es dank der Möglichkeiten der Robotik denkbar, dass das automatische Folgen und die Ausrichtung des Fahrzeugs nicht per Fernbedienung, sondern mittels Gestenerkennung und mit Hilfe des 360º-Scanners oder einer neuen Technologie automatisch erfolgt. So könnte der Stapler wie dies bereits bei Gegenständen und Hindernissen bereits jetzt der Fall ist, dann auch einen Wechsel des Operators automatisch erkennen.
Auch eine Vernetzung mit LVS oder Voice-Systemen wäre denkbar.
Der iGo neo bietet die gleichen Vorteile, die bereits bei anderen Remote-Kommissionierer zu sehen waren: Die Arbeit ist angenehm, einfacher, effizienter und deutlich weniger belastend, weil der Operator nicht immer wieder auf- und absteigen muss. Hinzu kommt, dass der Stapler selbst weniger Energie braucht.
Darüber hinaus bietet der iGo Neo den Vorteil, dass keine Taste oder Sensor gedrückt werden muss. Der Kommissionierer hat tatsächlich beide Hände frei um die Waren zu greifen, halten und positionieren. Außerdem lädt die erhöhte Dynamik des Staplers selbst auf längeren Strecken zum Mitgehen ein. Die Bewegungsgeschwindigkeit des Operators bestimmt dabei die Geschwindigkeit des Staplers. Dies erlebte das Test-Team als sehr angenehm.
IFOY Testfazit
Mit dem iGo neo zeigt Still, dass Innovationen in der Robotertechnik einen wertvollen Beitrag zur intelligenten Intralogistik leisten. Pluspunkte sind insbesondere die hohe Leistung, die einfache Bedienung und die zahlreichen Perspektiven.
Marktrelevanz
Horizontalkommissionierer stellen ein relevantes Segment im Gesamtmarkt für Flurförderzeuge dar. Der STILL iGo neo CX20 kann ohne zusätzliche technische Maßnahmen in jedem Horizontalkommissionierer-Lager eingesetzt werden. Die Marktrelevanz des iGo neo ist daher als hoch einzuschätzen. Denn er bietet ein deutliches Mehr an Kundennutzen. Ob es dem autonomen Kommissionierer gelingen wird einen großen Marktanteil zu erreichen, hängt letztendlich auch von der Kostennutzenrelation ab. Denn die aufwändige Sensor- und Steuerungstechnologie wird es nicht zum Nulltarif geben.
Kundennutzen
Der durch die technischen Innovationen des iGo neo, wie die lasergestützte Umgebungserkennung, die intuitiv bedienbare Kommunikationsschnittstelle und das autonome Fahren erreichte Kundennutzen ist als sehr hoch einzustufen. Denn die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Kommissionierlager können sich dank des iGo neo voll auf das Wesentliche ihrer Arbeit, nämlich die richtigen Artikel aus dem richtigen Lagerfach in der richtigen Anzahl zu entnehmen, konzentrieren. Außerdem werden sie von physischen Beanspruchungen entlastet. Betreiber eines Kommissionierlagers können eine deutlich höhere Kommissioniererleistung und eine geringere Fehlerrate erwarten. Da der iGo neo problemlos zusammen mit konventionellen Horizontalkommissionierern eingesetzt werden kann, lässt sich die neue Kommissionierzonentechnologie mit geringem Aufwand erproben und die Fahrzeugflotte sukzessive umstellen.
Neuheitsgrad
Auch wenn bereits in den frühen 1990 er Jahren erste Versuche zur Automatisierung von Horizontalkommissionierern unternommen wurden, stellt der iGo neo ohne Frage einen Meilenstein in der Entwicklung autonomer Flurförderzeuge dar. Seine lasergestützte Umgebungserkennung verleiht ihm kognitiven Fähigkeiten, die zusammen mit der intelligenten Fahrzeugsteuerung das selbstständige Folgen des Bedieners ermöglicht. Sowohl das Bedienkonzept als auch die eingesetzte Sensor- und Steuerungstechnologie sind hoch innovativ.
Funktionalität / Art der Umsetzung
Die Funktionen sind sehr professionell umgesetzt und das Fahrzeug lässt sich intuitiv bedienen. Die Erkennung und Überwachung des Bedieners erfolgt zuverlässig. Beim Innovation Check konnte aufgrund der kürzeren Gehwege deutlich schneller kommissioniert werden.
| Funktionalität / Art der Umsetzung | ++ |
| Neuheit / Innovation | ++ |
| Kundennutzen | ++ |
| Marktrelevanz | + |
| ++ sehr gut / + gut / Ø ausgeglichen / − weniger / −− nicht vorhanden | |
Quellennachweis für Bilder/Videos: STILL
Finalisten durchlaufen im Rahmen des IFOY Audit, das im Rahmen des TEST CAMP INTRALOGISTICS stattfindet, das dreistufige IFOY Audit. Dieses besteht aus dem wissenschaftlichem IFOY Innovation Check, dem IFOY Test und dem Jurytest.
In den Statuten sind die Grundwerte und die Standards des IFOY AWARD festgelegt, nach denen die Organisation handelt. Dazu gehören unter anderem Gremien, Wahlomodus, Bewertungskriterien sowie der Code of Conduct.
Der International Intralogistics and Forklift Truck of the Year verfügt über drei Gremien: Jury, Träger und Fachbeirat.