celluveyor

cellumation

Wir haben Fußballroboter auf den Kopf gestellt und lassen auf ihren Rollen Pakete in alle Richtungen bewegen: Ein celluveyor besteht aus mehreren hexagonalen Zellen, die sich wie LEGO®-Steine zu beliebigen Maschinen zusammenklicken lassen. Der celluveyor kann alle Aufgaben der Fördertechnik realisieren, wobei die Funktion allein durch die Software definiert wird. So können Warenflüsse jederzeit auf Knopfdruck angepasst und enorme Platzeinsparnisse erzielt werden.

Produktname und Firma

celluveyor – cellumation

Kategorie

Special of the Year

Beschreibung

Ein celluveyor ist ein modulares Materialflusssystem, das aus hexagonalen Zellen besteht, die zu einem beliebigen Layout zusammengefügt werden. Auf der celluveyor-Oberfläche können Pakete dank omnidirektionaler Räder flexibel bewegt und positioniert werden. So können selbst komplexe Materialflussaufgaben realisiert werden – beispielsweise können aus einzelnen Paketen Lagen für automatische Palettieranwendungen gebildet werden.

Komplexe Anwendungen werden für den Kunden zum Kinderspiel: der celluveyor kann durch die Installation neuer Software – vergleichbar mit Apps auf einem Handy – programmiert und konfiguriert werden. Dafür sind keine Programmierkenntnisse erforderlich und jeder, der ein Handy bedienen kann, kann ein celluveyor-System steuern.

Die Technologie kann in allen Stationen einer Materialflusskette eingesetzt werden, wo eine komplexere Bewegung als einfaches „Geradeausfahren“ von Objekten notwendig ist. So sind besonders Logistikzentren, aber auch Produktionszentren, in denen Pakete bewegt werden, Haupteinsatzorte für den celluveyor. Auch bei Maschinenherstellern, die plattenförmiges Material, wie Holz, Glas oder Blech befördern oder bearbeiten, kann der celluveyor optimal eingesetzt werden.

Die celluveyor-Zelle ist das zentrale Element der Technologie – diese ist unabhängig von der Anwendung immer identisch und kann in hohen Stückzahlen produziert werden. Somit werden sehr hohe Skalierungseffekte erreicht.

Innovationen

Herkömmliche Materialflusssysteme sind dafür konzipiert, eine bestimmte Funktion zu erfüllen und eine optimale Leistung bei Spitzenauslastungen zu erbringen. Die Mehrheit der konventionellen Systeme bewegt Objekte in vordefinierten Bahnen. Solche Systeme bestehen aus Hunderten von Komponenten für lineare Bewegungen und aus Knotenpunkten für alle Spezialfunktionen (wie z.B. Rotation). Um Spitzenvolumina effizient und zuverlässig abdecken zu können, werden die Systeme oft größer gebaut, als sie sein müssten. Sie sind „zuverlässige Arbeitstiere“ für relativ einfache, unveränderliche Aufgaben. Sie können aber nicht die heutzutage benötigte Multifunktionalität und Flexibilität bieten. Sie sind daher sehr unflexibel, kapitalintensiv, benötigen viel Platz und viele Ersatzteile.

Im Gegensatz dazu ist der celluveyor eine modulare, multi-funktionale Materialflusstechnik, die einen völlig neuen Ansatz darstellt: Statt eines starren, mechanischen Förderbandes, das für eine einzige, unveränderliche Aufgabe konzipiert ist, kann der celluveyor mit wenigen Klicks auf Knopfdruck (neu) konfiguriert werden – die Bewegungen sind „mechanisch entkoppelt“ und werden alleine durch Software gesteuert. Der celluveyor benötigt bis zu 95 Prozent weniger Platz als herkömmliche Materialflusstechnik und die Ersatzteile sind auf ein einziges Element reduziert: die Zelle. Er ist im Vergleich zu den traditionellen Systemen flexibler, kostengünstiger und kann kurzfristig geliefert werden.

Marktrelevanz

Der Hauptwachstumsmotor in diesem Markt ist der E-Commerce und das damit verbundene sich ändernde Kaufverhalten der Kunden. Es wird erwartet, dass sich dieses Wachstum fortsetzt – für die fünf Jahre 2018-2023 kann mit einer CAGR von 17 Prozent auf 5,9 Mrd. € an globalen E-Commerce-Einzelhandelsumsätzen gerechnet werden.

Der relevante Markt des celluveyor ist der Markt für Materialflusstechnik. Branchenquellen schätzten die Größe des relevanten globalen Teilsegments der Stetigförderer auf 33,5 Mrd. € im Jahr 2016 (davon EU: 13,2 Mrd. €) und prognostizierten ein deutliches Wachstum (CAGR 9,9 Prozent). Dabei stellen Produktions- und Logistikunternehmen die Hauptabnehmer von Materialflusssystemen dar, wobei die Hauptzielgruppe Systemintegratoren sind, die komplette Systeme für Produktions- und Logistikunternehmen installieren. Sekundäre Zielgruppen sind Logistik- und Produktionsunternehmen, sowie Originalausrüstungshersteller. Die cellumation GmbH hat bereits verschiedene Pilot-Projekte mit wichtigen Kunden erfolgreich realisiert, zudem sind mehrere Systeme im industriellen Einsatz und die Sales-Pipeline ist gefüllt.

Kundennutzen

Die Hauptvorteile für die Kunden sind:

  • Layoutflexibilität: Der celluveyor kann in jeder Form gebaut werden, was eine große Flexibilität hinsichtlich des Layouts bedeutet. Der celluveyor kann problemlos in existierende Systeme mit festem Layout integriert werden.
  • Investitionssicherheit: Der celluveyor kann für alle Förderfunktionen verwendet werden. Die Funktionalität kann mit wenigen Klicks auf einem Laptop oder Tablet (neu) konfiguriert werden. Auf Bedarfsänderungen eines Kunden (verändertes Volumen, veränderte Paketgrößen, neue Services) kann problemlos eingegangen werden und Kundeninvestitionen sind nachhaltig sicher.
  • Niedriger Platzbedarf: Der celluveyor benötigt für komplexe Anwendungen bis zu 95 Prozent weniger Platz im Vergleich zu herkömmlichen Systemen.
  • Plug & Play-Prinzip: Es wird keine zeitaufwändige Integration und Programmierung von statischen Logiksteuerungen benötigt – der celluveyor hat eine automatische Layouterkennung und die einzelnen Zellen kommunizieren direkt miteinander. So erfolgt die Inbetriebnahme des celluveyor innerhalb kürzester Zeit.
  • Einfache & kostengünstige Wartung: Der celluveyor hat ein einziges Ersatzteil: die Zelle. Diese kann innerhalb von Minuten von Werkspersonal des Kunden ausgetauscht werden. So können längere Systemausfälle vermieden werden, das Ersatzteillager ist minimal und es entstehen kaum Wartungskosten.

IFOY Innovation Check

Marktrelevanz

Die Bereitstellung von Behältern, Kartons und Boxen im Rahmen der Palettierung sowie das Auflösen von Lagen bei der Depalettierung sind von hohem Interesse bei einer Vielzahl von Applikationen in Industrie und Handel.

Kundennutzen

Cellumation bietet hierfür mit seinem Produkt celluveyor eine Lösung an, die sehr weitreichend modularisiert aufgebaut ist und damit bei hoher Flexibilität einen hohen Grad von Standardisierung erlaubt. Es sind freie Bewegungen innerhalb der Ebene möglich und das System verfolgt die Ladungen selbständig nach. Auch Eingriffe und Störungen können weitreichend robust abgefangen werden.

Neuheitsgrad

Gerade der modulare Aufbau ist neuartig. Durch die Zusammenarbeit der Module können fast freie Flächenbewegungen der Behälter durchgeführt werden. Durch den hohen Standardisierungsgrad können auch ausgefallene Module sehr leicht ausgetauscht werden und müssen anschließend nicht neu justiert oder in Betrieb genommen werden.

Funktionalität / Art der Umsetzung

Der Förderer zeigt sich robust und industrietauglich, macht optisch wie technisch einen sehr hochwertigen Eindruck. Allerdings sind die Einsatzfälle auf das (Lagen-)Palettieren und Depalettieren beschränkt, so dass die wirtschaftliche Bedeutung und der breite Einsatz nicht abgeschätzt werden können.

Fazit

Sehr innovatives Förderprinzip mit hoher Flexibilität. Die Anlage schafft eine beeindruckende Performance – selbst bei einem manuellen Eingriff als „Störung“. Das System ist raumsparend.
Insgesamt sind die Einsatzmöglichkeiten eingeschränkt. Vermutlich ist das System schwer wirtschaftlich einsetzbar.

Funktionalität  / Art der Umsetzung++
Neuheit / Innovation++
Kundennutzen+
Marktrelevanz+
++ sehr gut / + gut / Ø ausgeglichen / − weniger / −− nicht vorhanden

Quellennachweis für Bilder/Videos: cellumation

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