EKS 215a

Jungheinrich

Der EKS 215a ist das erste Fahrerlose Transportfahrzeug (FTF) von Jungheinrich, das für einen reinen automatisierten Einsatz entwickelt wurde. Das integrierte Sicherheitskonzept und der kleine physische und virtuelle Fußabdruck des Fahrzeugs ermöglichen einen reibungslosen Einsatz in Bestandsumgebungen, in denen auch manueller Verkehr herrscht. Das 24-Volt-Konzept mit Automatikladen stellt einen effizienten Mehrschicht-Betrieb sicher. Für eine intuitive Bedienung sorgt das benutzerfreundliche Touch-Display.

Produktname und Firma

EKS 215a – Jungheinrich

Kategorie

Mobile Robot

Beschreibung

Der EKS 215a wird zur Automatisierung von Transporten sowohl in Logistik als auch Produktion eingesetzt. Mit seinen freitragenden Gabeln ist das FTF die perfekte Wahl für Paletten oder Sonderladungsträger. Zudem können auch nicht-unterfahrbare Stationen mit dem EKS 215a automatisiert werden. Die Aufgabe des innerbetrieblichen Transports von Ladehilfsmitteln im Mischbetrieb mit manuellen Fahrzeugen oder Personen meistert der kompakte EKS 215a durch den geringen Platzbedarf mit Bravour. Durch seine hohe Hubhöhe bis auf sechs Meter und seine gleichzeitig hohe Resttragfähigkeit von bis zu 700 Kilogramm kann der EKS 215a zum Einlagern in Regalen genutzt werden. Es steht eine große Auswahl an Masttypen je nach Einsatzfall und Umgebungsbedingung zur Verfügung. Das neue, effiziente 24-Volt Energiekonzept mit Lithium-Ionen-Batterie und Automatik-Ladefunktion sorgt für maximale Flexibilität auch im Mehrschicht-Betrieb.

Sicherheit stand bei der Entwicklung des FTFs im Fokus: Das Sicherheitskonzept mit integrierten Personenschutzscannern, sowie die neue Lasterkennung entsprechen der DIN ISO 3691-4. Der sichere Transport ist jederzeit gewährleistet.

Um eine intuitive Bedienung sicherzustellen, wurde im Bedienkonzept ein neues Display integriert. Der Mitarbeiter kann auf einen Blick sehen, welcher nächster Schritt geplant ist. Auch die Fehlerdiagnose und –behebung ist einfach und transparent auf dem Display möglich

Innovationen

Kompaktes Design:
• Dank maximaler Wendigkeit eignet sich das Fahrzeug perfekt für schmale Einfahrten
• Geringer Platzbedarf im Layout durch die extrem kompakten Fahrzeugdimensionen

Intelligente Sicherheitsfunktionen:
• Schutz vor Beschädigungen durch integrierte Sicherheitssensoren unter dem Fahrzeugrahmen
• Smartes Sicherheitskonzept mit feingliedrigen Schutz- und Warnfeldern für eine effiziente Layoutplanung
• Sicherer Transport durch Lasterkennung mit Performance Level

Intuitiv bedienbares Interface:
• Eindeutige Statusanzeige des Fahrzeugs auf einen Blick durch neues 7-Zoll-Display mit Touch-Funktion
• Interaktionsmöglichkeiten am Fahrzeug: Es kann manuell zum Laden geschickt werden; Blocking kann gelöst werden
• Erleichtertes Trouble-Shooting: einfache Fehlerbeschreibung und Handlungsempfehlungen zur effizienten Fehlerbehebung

Erweitertes Hubgerüst-Raster und erhöhte Resttragfähigkeit:
• Große Auswahl an Hubgerüsten zur flexiblen Anpassung an das Lagerlayout
• Höhere Nutzlast bei kleinerer Stellfläche durch die Erhöhung der Resttragfähigkeit

Marktrelevanz

Die Automatisierung von manuellen logistischen Prozessen ist aufgrund des Kostendrucks und fehlender Fachkräfte eine immer wichtiger werdende branchen- und unternehmensübergreifende Aufgabe. Mit dem neuen, kompakten EKS 215a können Prozesse in bestehender Infrastruktur automatisiert werden, auch in engen Hallen und in Produktionsumgebung. Durch die gleichzeitig gesteigerte Resttragfähigkeit gibt es weniger Limitationen beim Einlagern von Ladehilfsmitteln in hohen Höhen. Das FTF kann optimal dort eingesetzt werden, wo heute Gegengewichtsstapler oder auch Schubmaststapler arbeiten.

Kundennutzen

Kompakt, sicher und einfach zu betreiben:

• Vielseitiges, kompaktes FTF für den sicheren Einsatz im Mischbetrieb
• Hubhöhe bis zu 6 Metern und freitragende Gabeln für hohe Flexibilität
• Einfache Bedienung mit intuitiven Interaktionsmöglichkeiten
• Wirtschaftlicher 24/7-Betrieb dank Lithium-Ionen-Technologie mit Automatikladen
• Auf Serienkomponenten basierendes FTF zur flexiblen Automatisierung – auch auf kleinstem Raum
• Sicherheitskonzept: integrierte Scanner, sicherer Lasttransport und adaptives Schutzfeldkonzept

Testbericht

Das „a“ im Produktnamen des EKS 215a steht für autonom. Wie Jungheinrich angibt, ist sein neuestes AGV-Produkt, das freitragende Hochhub-FTF EKS 215a, das erste fahrerlose Transportfahrzeug (FTF) seiner Klasse, das ausschließlich für den Automatikbetrieb entwickelt worden ist. Ganz hilflos ist das Gerät allerdings nicht, falls eine Fehlfunktion es einmal zum Stehen bringen sollte: Per Schlüsselschalter kann das Gerät auf Handbetrieb mit Notfall-Bedienpanel umgestellt werden. Damit sind grundsätzlich alle Funktionen möglich, nur etwas langsamer.

Die Test-Installation des ersten „echten“ autonomen Hochhubstaplers von Jungheinrich in der Dortmunder Messehalle ist innerhalb von wenigen Stunden erledigt. Das autonome Hochhubfahrzeug EKS 215a, das problemlos zum Laufen gebracht wird, kann Paletten bis zu 6 Metern mit einer Resttragfähigkeit bis 700 Kilogramm ein- und auslagern. Im unteren Regalbereich, bis etwa 2 Meter, schafft das AGV Paletten oder Sonderladungsträger mit 1.500 Kilogramm. Als echter Autonomer ist das Gerät sehr klein konstruiert: Auf 3,5 Metern kann damit gedreht und das Regal beidseitig bedient werden. Damit ist der freitragende automatische Kommissionierstapler, der Ende 2021 in den Verkauf gegangen ist, klein, kompakt, schnell und wendig.

Wenn das mit einem mobilen Laser-Personenschutzscanner aus dem Hause Sick ausgestattete Fahrzeug einmal keinen Fahrauftrag hat und die Lithium-Ionen-Batterie nicht voll ist, wird im Echtbetrieb zwischengeladen – das geht auch minutenweise, per grüner Kontaktplatte überkopf. Interessant ist diese Möglichkeit insbesondere in Arbeitssituationen, in denen man nicht genau weiß, wann der Stapler das nächste Mal fahren muss. Das 24-Volt-Konzept mit Automatikladen stellt einen effizienten Mehrschichtbetrieb sicher. Für eine intuitive Bedienung sorgt das benutzerfreundliche Touchdisplay.

Gesteuert wird das AGV von einem übergeordneten System: je nach Anbindung zum Warehouse-Management-System (WMS) des Kunden oder als Stand-alone-System von Jungheinrich mittels sensorüberwachter Stellplätze. Dann jagt das Ladegerät 300 Ampere in die Batterie. Von 25 auf 50 Prozent ist der Akku so in etwa 10 Minuten aufgeladen, ihn bis zu 80 Prozent zu pushen dauert etwa 30 Minuten. Ohne Anbindung an ein Kunden-WMS wie beispielsweise von SAP bekommt der Kunde eine Benutzeroberfläche mit Drop-down-Menü von Jungheinrich gestellt. Diese Oberfläche mit Web-Browser gibt es auch fürs Handy oder Tablet. Allerdings kann der Kunden schon aus Produkthaftungsgründen darin nicht herumprogrammieren.

Im Unterschied zum Schubmaststapler können mit dem EKS 215a mit seinen freitragenden Gabeln auch nicht-unterfahrbare Stationen angefahren und automatisiert werden. Den innerbetrieblichen Transport von Ladehilfsmitteln im Mischbetrieb mit manuell gesteuerten Fahrzeugen oder Personen meistert der Neue durch seinen geringen Platzbedarf mit Bravour. Je nach Einsatzfall steht eine große Auswahl an Masttypen zur Verfügung. Übrigens: Das Hochhub-FTF lässt sich via Jungheinrich Logistik-Interface auch einfach an ERP-Systeme anbinden.

IFOY Testfazit

Es wird immer wichtiger, manuelle logistische Prozesse zu automatisieren. Mit dem neuen EKS 215a können Prozesse in bestehenden Infrastrukturen automatisiert werden, auch im Mischbetrieb mit manuellen Fahrzeugen oder Personen. Das in Jungheinrich-Manier erstklassig verarbeitete Gerät verspricht dank Lithium-Ionen-Energieversorgung und automatischem Laden einen wirtschaftlichen 24/7-Betrieb – auch auf kleinstem Raum. Der integrierte Scanner und das adaptive Schutzfeldkonzept tun ihr Übriges, um den EKS 215a zu einer Empfehlung des Testers zu machen.

IFOY Innovation Check

Marktrelevanz

Das Fahrerlose Transportfahrzeug (FTF) EKS 215a von Jungheinrich repräsentiert eine wesentliche Weiterentwicklung in Richtung Kompaktheit bei hohen Leistungsdaten im Bereich automatisierter Logistik. Dadurch werden für den Markt weitere Möglichkeiten geschaffen, herkömmliche Ein- und Auslagerungsprozesse auch bei engen Platzverhältnissen zu automatisieren. Beispielsweise sind Lager, in denen Schubmaststapler zum Einsatz kommen, kein Hindernis für dieses kompakte FTF. Der EKS 215a bedient damit den steigenden Bedarf an Automatisierung aufgrund Fachkräftemangel und Einsparbedarf.

Kundennutzen

Die Kunden profitieren von extrem kompakten Dimensionen bei einer möglichen Hubhöhe bis 6 m und einer Resttragfähigkeit von 700 kg in dieser Höhe, was bei FTF mit freitragenden Gabeln einen Benchmark darstellt. Es ist darüber hinaus eine große Robustheit zu erwarten, da beim EKS 215a auf bewährte Komponenten der Flurförderzeuge aus dem Hause Jungheinrich zurückgegriffen wurde und nicht alle Baugruppen gänzlich neu entwickelt werden mussten. Das Steuerungssystem sowie die Fehleranalyse sind über das Bedienkonzept sehr nutzerfreundlich realisiert worden.

Neuheitsgrad

Neben der Kombination aus geringer Baugröße und den hohen Leistungsdaten sind die Applikation der Sicherheitssensoren, geschützt unter dem Fahrzeug, sowie das benutzerfreundlicher Bedieninterface als wesentliche Innovationen einzuschätzen.

Funktionalität / Art der Umsetzung

Das EKS 215a beeindruckt durch sehr gute qualitative Umsetzung. Es wurden keine experimentellen Kompromisse eingegangen und auf bewährte Komponenten gesetzt. Eine genaue Positionierung der Beladung in großen Hubhöhen wird durch den Reflektor-Scanner sichergestellt und stellt ein Beispiel für erwarteten fehlerarmen Betrieb dar.

Fazit

Eine würdige IFOY Nominierung, die sich zu den Besten zählen darf.

Funktionalität  / Art der Umsetzung++
Neuheit / Innovation+
Kundennutzen+
Marktrelevanz++
++ sehr gut / + gut / Ø ausgeglichen / − weniger / −− nicht vorhanden
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Quellennachweis für Bilder/Videos: Jungheinrich

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